TIMSS Mathematik und Naturwissenschaft für die 4. Schulstufe

TIMSS (Trends in International Mathematics and Science Study) testet im Abstand von vier Jahren die Mathematik- und Naturwissenschaftskompetenz von Schülerinnen und Schülern in der 4. und 8. Schulstufe. Österreich nahm 1995 sowie 2007 und 2011 an dieser Studie teil.

1995 war TIMSS der erste große internationale Schülerleistungsvergleich, an dem sich Österreich mit der 4., 8. und 12. Schulstufe beteiligte. An den daran anschließenden Untersuchungen im Jahr 1999 und 2003 nahm Österreich allerdings nicht teil. Erst bei der Erhebung im Jahr 2007 wurden die österreichischen Schüler/innen wieder getestet – allerdings nur in der 4. Schulstufe. Und auch 2011 beteiligte sich Österreich nur mit der 4. Schulstufe an TIMSS. An der aktuellen Erhebung TIMSS 2015 nimmt Österreich nicht teil.

Gemeinsam mit der Lesestudie PIRLS (Progress in International Reading Literacy Study) bildet TIMSS in Österreich das IEA-Grundschulmonitoring bei den 10-Jährigen. Die Studien ergänzen so ideal das OECD-Programm PISA, das die Lese-, Mathematik- und Naturwissenschaftskompetenz bei 15-/16-Jährigen am Ende der Pflichtschulzeit erfasst.

Neben den Leistungsdaten werden bei TIMSS auf unterschiedlichen Ebenen (Schüler/innen, Eltern, Lehrkräfte, Schulleitung und Schulsystem) Hintergrundinformationen mit Hilfe von Fragebögen erhoben, um die gewonnenen Leistungsdaten mit diesen Kontextdaten in Verbindung zu bringen.

Für die Gesamtkonzeption der Studie, die Testhefte und die Fragebögen zeichnet die Forschungsgemeinschaft IEA (International Association for the Evaluation of Educational Achievement) verantwortlich, die seit mehr als vier Jahrzehnten Studien zum Vergleich von Schülerleistungen durchführt. Das internationale Projektzentrum (ISC) am Boston College ist für die Koordination aller Teilnehmerländer und die weltweite Umsetzung von TIMSS zuständig.