PIRLS Lesestudie für die 4. Schulstufe

PIRLS (Progress in International Reading Literacy Study) erfasst im Abstand von fünf Jahren die Lesekompetenz von Schüler/innen der 4. Schulstufe. Derzeit beteiligen sich etwa 45 Länder weltweit an dieser Lesestudie.

Die Studie liefert international vergleichbare Daten, welche Lesekompetenzen und Einstellungen zum Lesen die Schüler/innen erworben haben. Die Ergebnisse der Studie dienen den Teilnehmerländern als Grundlage von schulpolitischen Entscheidungen sowie zur Einschätzung und Kontrolle der Effektivität des jeweiligen Bildungssystems. Aufbauend auf der Reading Literacy Study der IEA (International Association for the Evaluation of Educational Achievement) im Jahr 1991 fand zehn Jahre später (2001) die erste PIRLS-Studie statt. Österreich hat sich allerdings erstmals im zweiten Durchgang im Jahr 2006 daran beteiligt.

Neben den Leistungsdaten werden bei PIRLS auf unterschiedlichen Ebenen (Schüler/innen, Eltern, Lehrkräfte, Schulleitung und Systemebene) Hintergrundinformationen mithilfe von Fragebögen erhoben, um die gewonnenen Leistungsdaten mit diesen Kontextdaten in Verbindung zu bringen.

Für die Gesamtkonzeption der Studie, die Testhefte und die Fragebögen zeichnet die Forschungsgemeinschaft IEA verantwortlich, die seit mehr als vier Jahrzehnten Studien zum Vergleich von Schülerleistungen durchführt. Das internationale Projektzentrum (ISC) am Boston College ist für die Koordination aller Teilnehmerländer und die weltweite Umsetzung von PIRLS zuständig.