Nationaler Bildungsbericht 2012

Der Nationale Bildungsbericht 2012 ist der zweite seiner Art in Österreich. Er besteht aus zwei Bänden, in denen auf fast 700 Seiten mit rund 200 Abbildungen und Tabellen aktuelle Analysen, Daten, Fakten und Problemstellungen für eine evidenzbasierte bildungspolitische Diskussion in Österreich aufbereitet werden. Zusätzlich gibt die Kurzfassung einen ersten Überblick und dient als Einführung und Appetitanreger für die weitere Vertiefung in die Hauptbände.

Der Bildungsbericht folgt im Aufbau der bereits in der ersten Ausgabe 2009 erarbeiteten Konzeption und besteht erneut aus einem Indikatoren- und einem Analyseband, die einander inhaltlich ergänzen. So wird sichergestellt, dass der Bericht seine drei Hauptfunktionen erfüllen kann: Erstens Unterstützung für die Bildungspolitik durch daten- und faktenbasiertes Systemwissen und -verständnis zu bieten; zweitens gegenüber der Öffentlichkeit und dem Gesetzgeber Rechenschaft hinsichtlich des Zustands des Schulwesens abzulegen und drittens bildungspolitische Reformpläne wissenschaftlich und kritisch zu begleiten.

Band 1, "Das Schulsystem im Spiegel von Daten und Indikatoren", präsentiert Daten und Indikatoren zum Schulsystem in Österreich; er bringt die relevanten Datenquellen zusammen und bietet damit eine vertiefende Gesamtschau des statistischen Wissens zum Bildungsbereich. Mit der Herstellung des Indikatorenbands befassten sich Expertinnen und Experten des Instituts für Höhere Studien (IHS), des BIFIE und der Statistik Austria.

Band 2, "Fokussierte Analysen bildungspolitischer Schwerpunktthemen", bietet Expertisen führender österreichischer Bildungswissenschaftler/innen zu zentralen Entwicklungsthemen und Problemfeldern des Schulwesens. Für jedes Thema wurden Teams von Wissenschaftlerinnen und Wissenschaftlern gewonnen, deren Arbeit von Qualitätsverantwortlichen unterstützt und durch Gutachter/innen aus dem deutschsprachigen Raum in einem Peer-Review-Verfahren kommentiert wurde. So konnte sichergestellt werden, dass die Expertisen wissenschaftlich auf dem neuesten Stand sind. An der Herstellung des zweiten Bands arbeiteten mehr als 30 Wissenschaftler/innen in zehn Gruppen. Um diesen Prozess zu ermöglichen, wurde eine Steuerungsgruppe eingerichtet, die aus externen Mitgliedern, Professorinnen und Professoren von österreichischen Universitäten und internen Mitgliedern, Mitarbeiterinnen und Mitarbeitern des BIFIE bestand.