Häufig gestellte Fragen zu TALIS

Welche Ziele verfolgt die Studie?

TALIS ist eine internationale Studie über die Arbeitsbedingungen und das Lernumfeld von Lehrerinnen und Lehrern. Sie ist die erste Studie dieser Art und wird von der Organisation für wirtschaftliche Zusammenarbeit und Entwicklung (OECD) durchgeführt. Das Ziel von TALIS ist die Bereitstellung von relevanten internationalen Indikatoren und Analysen über Lehrer/innen und die Rahmenbedingungen ihrer Arbeit. Dabei steht die Perspektive der Lehrer/innen selbst im Mittelpunkt. Die Ergebnisse von TALIS sollen es den teilnehmenden Ländern ermöglichen, ihre Bildungspolitik in Bezug auf ein effektives Schulumfeld zu überprüfen und zu gestalten. Die in der TALIS-Studie präsentierten Daten wurden mittels Fragebögen erhoben, beruhen somit auf den Aussagen der Lehrer/innen und Schulleiter/innen.

Wie ist das Projekt organisiert?

International

Das OECD-Sekretariat (Directorate for Education) in Paris trägt die Managementverantwortung für die TALIS-Studie. Die wichtigen Entscheidungen werden im TALIS-BPC (Board of Participating Countries) getroffen, in dem alle teilnehmenden Länder vertreten sind. Das BPC legt die inhaltlichen Prioritäten der TALIS-Fragebögen sowie die Zielgruppe der Untersuchung fest und überwacht den gesamten Umsetzungsprozess. Österreich ist im BPC durch einen Vertreter des BMUKK repräsentiert. Mit der wissenschaftlichen Koordination und der praktischen Planung und Umsetzung der Studie wurde von der OECD das DPC in Hamburg (Data Processing Center der IEA) beauftragt. Dieses wird im Bereich der Übersetzungsverifikation vom IEA-Sekretariat in Amsterdam unterstützt.

National

In Österreich wird die nationale Arbeit an der TALIS-Studie – wie in den meisten anderen Teilnehmerstaaten – vom Unterrichtsministerium in Auftrag gegeben. BM Claudia Schmied hat 2007 den Auftrag für die Beteiligung Österreichs erteilt. Mit der wissenschaftlichen Planung und der praktischen Umsetzung des Feldtests im Jahr 2007 wurde von BM Schmied das Projektzentrum für Vergleichende Bildungsforschung (ZVB) an der Universität Salzburg beauftragt. Mit dem Jahr 2008 ging das ZVB und damit auch die TALIS-Studie in das neu gegründete Bundesinstitut BIFIE über. Seit Beginn des Jahres 2008 zeichnet das BIFIE für die nationale Umsetzung der TALIS-Studie verantwortlich.

Wer wird befragt?

Die 24 an TALIS 2008 teilnehmenden Länder haben entschieden, in dieser ersten Erhebungsrunde den Fokus auf Schulen auf ISCED-Level 2 zu richten. In Österreich entspricht der ISCED-Level 2 der Sekundarstufe I (Schulstufen 5 bis 8). Drei Arten von Schulen gehören nach dieser Klassifikation in Österreich zu ISCED-Level 2. 1) die Hauptschule (HS), 2) die Unterstufe der Allgemeinbildenden Höheren Schule (AHS-Unterstufe) und 3) einige weitere Schulen mit eigenem Statut, wie z. B. Waldorfschulen und Realschulen, an denen Schüler/innen auf den Schulstufen 5–8 unterrichtet werden.

Wie wird eine hohe Qualität gewährleistet?

Um die Einhaltung der TALIS-Standards zu gewährleisten und die Vergleichbarkeit der Daten zwischen den teilnehmenden Ländern sicherzustellen, wurden umfassende Maßnahmen zur Qualitätssicherung getroffen. Dazu zählen Prozeduren im Bereich der Stichprobenziehung, Qualitätssicherungsmaßnahmen für die Übersetzung der Fragebögen, Kontrolle der Abläufe bei der Durchführung der Studie, Richtlinien für Teilnahmequoten sowie Qualitätssicherung bei der Datenverarbeitung.