Standard­überprüfung Englisch, 8. Schulstufe (2019)




Ergebnisse im Überblick

Ergebnisse der Standardüberprüfung Englisch, 8. Schulstufe (2019) im Überblick

Im Frühjahr 2019 haben mehr als 74.200 Schüler/innen an ca. 1.380 öffentlichen und privaten mit auf Dauer verliehenem Öffentlichkeitsrecht ausgestatteten Schulen (allgemeinbildende Pflichtschulen und allgemeinbildende höhere Schulen) an der Überprüfung der Bildungsstandards im Fach Englisch auf der 8. Schulstufe teilgenommen. Die Kompetenzen Lesen und Hören in Englisch wurden nach 2013 zum zweiten Mal flächendeckend überprüft, sodass ein Vergleich der Ergebnisse möglich ist. Die Kompetenz Schreiben wurde an einer Stichprobe von 7.647 Schülerinnen und Schülern untersucht.

Die Ergebnisse der Standardüberprüfung geben Schulen und dem Schulsystem Auskunft darüber, wie gut die nachhaltige Vermittlung von grundlegenden Kompetenzen in der lebenden Fremdsprache Englisch gelingt, und bieten eine wichtige Basis für gezielte Qualitätsentwicklung am Schulstandort.

Schüler/innen können ihre Ergebnisse über https://bist-rm.bifie.at abrufen. Für Schulleiter/innen, Lehrer/innen und die Schulaufsicht stehen die für sie relevanten individualisierten Berichte auf der Erhebungsplattform PLATO unbefristet zur Verfügung.

 

Zur Onlinerückmeldung der Standardüberprüfung E8

 

Für die Öffentlichkeit sind die zusammengefassten Ergebnisse der Standardüberprüfung 2019 auf Bundes- und Landesebene über die BIFIE-Website bereitgestellt. Diese können im Bereich Bundes- und Landesergebnisberichte zu den Standardüberprüfungen abgerufen werden.

Für Interessierte steht auf der BIFIE-Website außerdem jeweils ein Musterexemplar mit fiktiven Werten des Schulberichts, der Rückmeldung an die Lehrer/innen sowie der Schülerrückmeldung zur Verfügung.

Die wichtigsten Ergebnisse im Überblick

  • Sehr hohe und im Vergleich zu früheren Erhebungen deutlich gesteigerte Erreichung der durch die Bildungsstandards ausgedrückten Ziele in allen Kompetenzbereichen.
  • Deutlich weniger Schüler/innen auf unterstem Kompetenzniveau bei gleichzeitigem Anstieg an Schülerinnen und Schülern auf höchstem Kompetenzniveau.
  • Mittelschulen verzeichnen stärkere Zugewinne als AHS.
  • Starke Ausprägung der Kompetenzsteigerungen bei leistungsschwächeren Gruppen.
  • Angleichung der Leistungen in den Bundesländern.

Die Kompetenzen der Schüler/innen in Englisch am Ende der 8. Schulstufe

Schüler/innen, die die Bildungsstandards in Englisch am Ende der 8. Schulstufe erreichen, beherrschen in unterschiedlichen Situationen zu ihnen vertrauten Themenbereichen (z. B. Freunde, Hobbys) den dazu benötigten Wortschatz und die sprachlichen Mittel in ausreichender Weise. Die Kompetenzen wurden durch standardisierte und bundesweit einheitliche Beispiele überprüft und orientieren sich am Gemeinsamen Europäischen Referenzrahmen für Sprachen (GERS). Die Bildungsstandards beschreiben als Regelstandards fachliche Grundkompetenzen auf den GERS-Niveaus A2 und B1. Für die Kompetenzbereiche Lesen und Hören gelten dabei folgende Definitionen:

  • Die für die Sekundarstufe 1 angestrebten Kompetenzen zeigen Schüler/innen, die …
    • das Referenzniveau B1 erreichen oder übertreffen. Sie können Texte oder Hörsituationen zu ihnen vertrauten Themen verstehen, in denen vor allem sehr gebräuchliche Alltagssprache vorkommt (z. B. private Schreiben, in denen von Ereignissen berichtet wird).
    • das Referenzniveau A2 Sie können in einfachen Alltagssituationen oder -texten
      (z. B. Prospekte) mit konkreten, vorhersehbaren Informationen umgehen und bspw. kurze, einfache persönliche Schreiben verstehen.
  • Schüler/innen, die auf oder unter dem Referenzniveau A1 liegen, bleiben hinter den Regelstandards zurück. Jugendliche auf Niveau A1 können vertraute Namen und Wörter sowie sehr einfache, kurze Sätze verstehen (z. B. auf Schildern oder Plakaten).

Deutliche Steigerung in allen Kompetenzbereichen seit 2013

Die Überprüfung 2019 zeigt für alle Kompetenzbereiche der lebenden Fremdsprache Englisch eine sehr hohe und im Vergleich zu früheren Erhebungen (2013, 2009) deutlich gesteigerte Erreichung der durch die Bildungsstandards ausgedrückten Ziele von Schule und Unterricht. Die für die 8. Schulstufe als Regel angestrebten Kompetenzen werden in den rezeptiven Fertigkeiten Lesen und Hören in großer Breite erreicht und auch die produktiven Schreibkompetenzen zeigen eine stark steigende Tendenz.

Lesen Hören Schreiben
2019 2013 2019 2013 2019 2013
Mittelwert (Punkte) 553 524 587 536 533 495
Verteilung der Schüler/innen auf die GERS-Niveaus (%)
B1 oder höher 42 33 66 49 44 30
A2 54 53 32 48 33 33
A1 oder darunter 4 14 1 3 23 37

Deutlich weniger schwache Schüler/innen, markanter Anstieg im oberen Leistungsspektrum

In Lesen erreichten Schüler/innen im Jahr 2019 durchschnittlich 553 Punkte, 29 Punkte mehr als noch 2013. In Hören wurde die bedeutsamste Verbesserung erreicht – die mittleren Leistungen stiegen um 51 Punkte auf 587 Punkte. In Schreiben wurden 2019 im Mittel 533 Punkte erreicht, was einen Anstieg von plus 38 Punkten im Vergleich zu 2013 bedeutet. Folglich erreichen oder übertreffen 2019 in allen Kompetenzbereichen mehr Schüler/innen das Referenzniveau B1. Nur wenige Schüler/innen liegen auf dem Referenzniveau A1 oder darunter und erreichen somit die Bildungsstandards nicht.

Insbesondere in den rezeptiven Fertigkeiten Lesen und Hören erreichten fast alle Schüler/innen die Bildungsstandards. Dabei ging der Anteil der Gruppe der schwachen Leser/innen in Englisch im Vergleich zu 2013 um mehr als zwei Drittel zurück. In Schreiben lagen 2019 23 % der Schüler/innen unter dem Referenzniveau A1 oder darunter und konnten somit in der schriftlichen Kommunikation auch einfache Alltagssituationen nicht bewältigen (2013 waren es noch 37 %). Somit ist Englisch Schreiben, gemessen an den in den Bildungsstandards verankerten Zielen, eine relative Schwäche bei den österreichischen Schülerinnen und Schülern. Im Vergleich zu Englisch Lesen oder Hören erreicht ein höherer Anteil der Schüler/innen die Regelziele der Sekundarstufe 1 nicht.

Um die starken Veränderungen der Kompetenzen im Fach Englisch zu bewerten, müssen sowohl schulische als auch förderliche außerschulische Entwicklungen berücksichtigt werden. Die Bedeutung und Präsenz der englischen Sprache im Alltag, den Medien und der Lebenswelt Jugendlicher hat in den letzten Jahren stark zugenommen. Auch der Englischunterricht unterlag, teilweise im Zusammenhang mit den genannten Änderungen, einer anhaltenden Modernisierung.

Stärkere Zugewinne in den Mittelschulen im Vergleich zu AHS

Die Unterschiede zwischen APS- und AHS-Schülerinnen und -Schülern verringerten sich im Vergleich zu früheren Erhebungen in allen Kompetenzbereichen. Die Schüler/innen der AHS erreichen zwar erwartungsgemäß durchschnittlich höhere Punktwerte in den Englischkompetenzen als Schüler/innen der APS (Mittelschule, Volksschuloberstufe). Während sich aber in Hören sowohl die Schüler/innen in den APS und AHS verbesserten (APS von 496 auf 548 Punkte; AHS von 619 auf 658 Punkte), steigerten sich in Lesen die APS-Schüler/innen deutlich (von 485 auf 524 Punkte), die AHS-Schüler/innen nur unbedeutend (2019: 606 Punkte, 2013: 603 Punkte). In Schreiben verbesserten sich die Leistungen der APS-Schüler/innen deutlich von 456 auf 502 Punkte, die AHS-Schüler/innen steigerten sich leicht von 576 auf 590 Punkte.

In den AHS werden die Ziele des Englischunterrichts von nahezu allen Schülerinnen und Schülern erreicht. Auch in den APS zeigt sich ein hohes Ausmaß der Zielerreichung in Englisch und nur relativ wenige Schüler/innen bleiben hinter den Bildungsstandards in Lesen und Hören zurück. In den AHS liegen in Lesen etwa zwei Drittel der Schüler/innen (69 %) auf Niveau B1 oder darüber, etwa ein Drittel (31 %) erreicht Niveau A2. In den APS erreicht etwa ein Viertel (27 %) mindestens das Niveau B1, zwei Drittel (66 %) erreichen das Niveau A2. Die angestrebten Lernziele in Englisch Lesen am Ende der 8. Schulstufe verfehlen ebenfalls nur wenige Schüler/innen der APS – nur 6 % liegen in Lesen auf GERS-Niveau A1 oder darunter. Wie bei Lesen zeigen sich auch bei Hören klare Differenzen zwischen den Schulsparten. In den AHS erreicht mit 92 % ein überwiegender Anteil der Schüler/innen Niveau B1 oder darüber. Die restlichen 8 % liegen auf Niveau A2. In den APS erreicht etwas mehr als die Hälfte (53 %) Niveau B1. Weitere 46 % der Schüler/innen erreichen Niveau A2. Nur 2 % der APS-Schüler/innen bleiben mit Niveau A1 (oder darunter) hinter den curricularen Zielen der Pflichtschule zurück.

Der Kompetenzbereich Englisch Schreiben ist für beide Schulformen eine relative Schwäche. In den AHS sind 71 % der Schüler/innen der 8. Schulstufe auf Niveau B1 oder darüber einzustufen, 25 % erreichen Niveau A2, nur 4 % liegen auf Niveau A1 oder darunter. In den Pflichtschulen erreichen 30 % Niveau B1 oder liegen darüber, 37 % erreichen Niveau A2. Mit 33 % der Pflichtschüler/innen auf Niveau A1 oder darunter erreicht in Schreiben in den Pflichtschulen jede dritte Schülerin/jeder dritte Schüler die Bildungsziele in Englisch Schreiben nicht.

Kompetenzsteigerungen bei den leistungsschwächeren Gruppen stärker ausgeprägt

Deutliche Steigerungen in den Englischkompetenzen zeigen sich vor allem bei den leistungsschwächeren Gruppen der Schüler/innen. Die relativ starken Verbesserungen von Schülerinnen und Schülern mit Migrationshintergrund bzw. von Jugendlichen, deren Eltern einen Schulabschluss unter Maturaniveau haben, trugen sowohl zu den insgesamt verbesserten Leistungen als auch zur Reduktion der Schulspartenunterschiede bei. Dies gilt insbesondere für Englisch Lesen und Schreiben. Die Reduktion der Leistungsunterschiede fiel im Hinblick auf das Geschlecht dagegen nur gering aus.

Mädchen schneiden im Fach Englisch besser ab als Burschen. In der kombinierten Skala zur Englischkompetenz (Lesen, Hören und Schreiben) veränderte sich die Geschlechterdifferenz in statistisch unbedeutendem Ausmaß. Sowohl Mädchen als auch Burschen verbesserten sich von 2013 auf 2019, die Mädchen um 38 Punkte und die Burschen um 41 Punkte. Die Differenz zwischen Mädchen und Burschen ist mit 31 Punkten 2019 im Vergleich zu 2013 mit 34 Punkten nicht wesentlich geringer.

Schüler/innen mit Migrationshintergrund weisen im Schnitt niedrigere Kompetenzen auf als Jugendliche ohne Migrationshintergrund. Allerdings erklären sich die Unterschiede nahezu vollständig durch den im Mittel geringeren sozioökonomischen Status von Familien mit Migrationshintergrund. Die Differenz zwischen den beiden Gruppen reduzierte sich seit 2013 in Lesen um 12 Punkte auf 28 Punkte, in Hören geringfügig um 4 Punkte auf 35 Punkte und in Schreiben um 16 Punkte auf 22 Punkte. Ungeachtet des verbleibenden Gruppenunterschieds in Punkten ist auch bei den Schülerinnen und Schülern mit Migrationshintergrund der Anteil der Gruppe, die Lernziele nicht erreicht (auf A1 oder niedriger), in Lesen und Hören gering – bei Lesen bis zu 7 % der Gruppe und bei Hören nicht mehr als 2 %. In Schreiben ist dieser Anteil höher, nämlich 30 % bei Jugendlichen mit Migrationshintergrund und 21 % bei jenen ohne Migrationshintergrund. Der Anteil der Schüler/innen mit Leistungen auf Niveau B1 oder darüber ist bei den Schülerinnen und Schülern mit Migrationshintergrund in allen Bereichen um ca. 10 bis 15 Prozentpunkte geringer.

Betrachtet man den Bildungshintergrund der Eltern, für den sich auch hier in allen Subgruppen in Lesen und Hören nur geringe Anteile an Schülerinnen und Schülern, die das Niveau A1 nicht übertreffen. In Schreiben zeigt sich allerdings ein deutlicher Unterschied. Während 42 % der Schüler/innen mit Eltern mit maximal Pflichtschulabschluss Leistungen auf dem Niveau A1 oder darunter aufweisen, sind es bei Schülerinnen und Schülern mit Eltern mit universitärem Abschluss nur 12 %. Die Anteile an Schülerinnen und Schülern mit Leistungen auf Niveau B1 oder darüber sind umso höher, je höher der Bildungsabschluss der Eltern ist. Die Differenz zwischen Jugendlichen, deren Eltern einen Schulabschluss auf bzw. unter Maturaniveau haben, reduzierte sich seit 2013 in Lesen um 26 Punkte auf 42 Punkte, in Hören um 13 Punkte auf 58 Punkte und in Schreiben um 26 Punkte auf 43 Punkte.

Angleichung der Leistungen in den Bundesländern

Die Unterschiede in den Englischkompetenzen zwischen den Bundesländern fallen moderat aus und haben praktisch geringe Bedeutsamkeit. Differenzen zwischen Bundesländern erklären sich zu einem großen Teil durch Unterschiede in der Zusammensetzung der Schülerschaft. Insbesondere mit Blick auf die familiäre Herkunft der getesteten Jugendlichen sind die Bundesländer unterschiedlich heterogen. Für einen Kompetenzvergleich zwischen den Bundesländern ist aufgrund der unterschiedlichen Strukturen nur ein Vergleich der jeweiligen gesamten Schülerschaft, d. h. AHS und APS zusammen, aussagekräftig.

  • Im Vergleich zu 2013 zeigen alle Bundesländer in Englisch eine deutliche Reduktion der Gruppe der schwachen Leser/innen, deren Anteil in nahezu allen Bundesländern um zwei Drittel zurückgegangen ist. Sie sind in allen Bundesländern ca. gleich hoch wie in Österreich. Auch die Anteile der Schüler/innen mit hohen Lesekompetenzen in Englisch sind in allen Bundesländern stark gestiegen.
  • Die Leistungsmittelwerte in Punkten für die Bundesländer in Englisch Lesen haben sich seit 2013 einander angenähert. Die deutliche Verbesserung der Schülerleistungen lässt das Burgenland vom Mittelfeld zum Spitzenreiter aufrücken. Schüler/innen aus Kärnten und der Steiermark zeigen nach wie vor vergleichsweise niedrige Lesekompetenzen, obwohl die Steiermark den höchsten Wert im Zuwachs verzeichnet.
  • In allen Bundesländern erreichen in Englisch Hören mehr als 98 % der Jugendlichen zumindest das GERS-Referenzniveau A2. Jugendliche mit hohen Kompetenzen (B1 oder darüber) sind anteilsmäßig am stärksten in Salzburg (71 %) vertreten. Am geringsten sind die Anteile hochkompetenter Jugendlicher (B1 oder darüber) in Kärnten (62 %).

Wohlbefinden und Motivation der Schüler/innen

Im Rahmen der Überprüfung der Bildungsstandards wurden die Schüler/innen auch zu ihrem Wohlbefinden und der fachbezogenen Motivation befragt. Insgesamt zeigen die Daten eine hohe Zufriedenheit mit der Schule, die im Vergleich zu 2013 leicht gestiegen ist.

  • 59 % der Schüler/innen der Sekundarstufe 1 geben an, gern oder sehr gern in die Schule zu gehen, etwa ein Viertel (27 %) äußert sich neutral.
  • Etwas mehr als drei Viertel der Schüler/innen äußern sich in Bezug auf ihre Klasse positiv.
    Nur 9 % geben an, (sehr) unzufrieden mit ihrer Klasse zu sein.
  • 93 % aller Schüler/innen betrachten die eigene soziale Eingebundenheit in der Schule als eher hoch oder hoch.

Österreichs Jugendliche zeigen in beiden Schulsparten (AHS und APS) ein hohes Selbstkonzept in Englisch und geben an, große oder eher große Freude zu haben, womit ihre Selbstwahrnehmung konsistent zur hohen Zielerreichung im Hinblick auf die Kompetenzen ist.

  • 76 % der Schüler/innen sind von ihren Fähigkeiten im Fach Englisch überzeugt. Für sehr wenig kompetent in Englisch halten sich österreichweit 4 % der Schüler/innen.
  • Knapp über 60 % der Schüler/innen ordnen ihre Freude am Fach Englisch in die Kategorien hoch und eher hoch ein.

Rückmeldung an Schulen und Ausblick

Als Grundlage für Schul- und Unterrichtsentwicklung bekommen die an der Überprüfung beteiligten Schulleitungen und Lehrpersonen Feedback zu den Kompetenzen ihrer Schüler/innen in Englisch sowie zu relevanten Kontextfaktoren wie der Freude am Fach Englisch oder dem Wohlbefinden in der Schule.

Als nationale Leistungsmessung wird künftig das Instrument der Informellen Kompetenzmessung (IKM) weitergeführt und zur individuellen Kompetenzmessung PLUS (iKMPLUS) ausgebaut, welche nach aktuellem Planungsstand ab dem Schuljahr 2021/22 flächendeckend umgesetzt werden soll. Grundlage dieser Messungen bleiben auch weiterhin die per Verordnung definierten Bildungsstandards.

Weiterführende Informationen und Hotline für Rückfragen

  • Um auf eventuelle Fragen zur Onlinerückmeldung bestmöglich einzugehen wurde eine Hotline eingerichtet. Sie ist unter der Nummer 0662-620088-3700 erreichbar.
  • Im Bundesergebnisbericht sind die Ergebnisse der Standardüberprüfung E8 2019 für Österreich insgesamt zusammengefasst.
  • In den Landesergebnisberichten sind die Ergebnisse für einzelne Bundesländer verfügbar.
  • Musterrückmeldungen mit fiktiven Werten geben Einblick in die Rückmeldung an Schulleiter/innen, Lehrer/innen und Schüler/innen.
  • Freigegebene Items zeigen verwendete Beispiele aus der Standardüberprüfung.
  • Auf der Seite zur Standardüberprüfung E8 2019 sind alle Informationen gesammelt verfügbar.



Zugang zur Online­rück­meldung für Schü­ler/innen




Allgemeine In­for­ma­tionen zur Standard­überprüfung Englisch, 8. Schulstufe (2019)

Allgemeine Informationen zur Standardüberprüfung Englisch auf der 8. Schulstufe (2019)

Im April 2019 fand die Standardüberprüfung in Englisch statt. Nach der Standardüberprüfung 2013 wurden die Kompetenzen der Schüler/innen der 8. Schulstufe in Englisch dabei zum zweiten Mal überprüft.

Wann fand die Standardüberprüfung statt?

Um die Vergleichbarkeit der gewonnenen Ergebnisse zu gewährleisten, ist es notwendig, die Kompetenzfeststellung österreichweit an allen beteiligten Schulen möglichst am selben Testtag durchzuführen. Durch das Bundesministerium für Bildung, Wissenschaft und Forschung (BMBWF) wurde der 4. April 2019 als regulärer Testtermin festgesetzt. In begründeten Ausnahmefällen konnten Schulen den Ersatztermin am 9. April 2019 in Anspruch nehmen.

Wann und wo wurden die Ergebnisse veröffentlicht?

Die öffentlich zugänglichen Berichte der Standardüberprüfung Englisch auf der 8. Schulstufe wurden am 25. Februar 2020 auf der BIFIE-Website veröffentlicht. Der Bundesergebnisbericht und die Landesergebnisberichte stehen auf der Seite der gesammelten Ergebnisberichte als Downloads zur Verfügung.

Für Schulleiter/innen und Lehrpersonen werden die Berichte über die Erhebungsplattform PLATO zur Verfügung gestellt. Schüler/innen können die individualisierten Rückmeldungen auf der Onlineplattform für die Rückmeldung der Standardüberprüfung beziehen. Musterrückmeldungen mit fiktiven Werten sind als Downloads frei zugänglich.

Wer nahm an der Überprüfung teil?

Laut Bildungsstandard-Verordnung erfolgte die Standardüberprüfung auf der 8. Schulstufe an allen öffentlichen und privaten mit auf Dauer verliehenem Öffentlichkeitsrecht ausgestatteten Volksschuloberstufen, (N)MS und AHS. Gemäß BIFIE-Gesetz nahmen dabei alle Schüler/innen der 8. Schulstufe an der Überprüfung teil. Ausgenommen waren lediglich:

  • Schüler/innen, die im Testfach nach dem Lehrplan der Sonderschule oder nach dem Lehrplan einer niedrigeren Schulstufe unterrichtet wurden
  • Schüler/innen, die den Status einer außerordentlichen Schülerin/eines außerordentlichen Schülers hatten
  • Schüler/innen mit Körper- oder Sinnesbehinderung, sofern sie selbst mit den im Unterricht und bei der Standardüberprüfung zur Verfügung stehenden Unterrichts- oder Hilfsmitteln die gestellten Aufgaben voraussichtlich nicht lösen konnten

Was wurde in Englisch wie überprüft?

Den Bildungsstandards für Englisch liegt der Gemeinsame Europäische Referenzrahmen für Sprachen (GERS) zugrunde. Wesentliches Kriterium des Fremdsprachenunterrichts ist demnach, dass Alltagssituationen in der Fremdsprache kommunikativ erfolgreich und sozial angemessen bewältigt werden können.

Die Überprüfung der Bildungsstandards in Englisch fand in den Kompetenzbereichen Hören, Lesen und Schreiben statt, wobei die Überprüfung der Kompetenz Schreiben nur an einer Teilstichprobe durchgeführt wurde. Die anderen Kompetenzen wurden flächendeckend überprüft.

Antwortformate

Im Rahmen der Überprüfungen wurden Testitems mit folgenden unterschiedlichen Antwortformaten eingesetzt:

Offenes Antwortformat

Beim offenen Antwortformat generierten die Schüler/innen ihre Antwort selbst. Diese Items überließen es vollständig der Schülerin/dem Schüler, wie sie/er die Aufgabenstellung löste. Die Aufgabenlösung konnte verbal frei gestaltet werden. Die Schüler/innen schrieben z. B. einen Text in der Fremdsprache.

Halboffenes Antwortformat

Auch halboffene Items überließen die Antwortformulierung der Schülerin/dem Schüler. Die Aufgabe war jedoch im Unterschied zum offenen Item so präzise gestellt, dass die Antwort mit geringem Aufwand als richtig oder falsch bewertet werden konnte. Solche Items verlangten von den Schülerinnen und Schülern kurze Antworten, wie z. B. ein Wort oder eine Zahl.

Geschlossenes Antwortformat

Beim geschlossenen Antwortformat standen den Schülerinnen und Schülern zu einer Frage mehrere vorformulierte Antworten zur Verfügung. Die Antworten wurden eingescannt und elektronisch weiterverarbeitet.

  • Richtig-falsch-Items (zum Ankreuzen) bestanden aus fünf Aussagen und jeweils zwei Antwortmöglichkeiten („richtig“ oder „falsch“), von denen jeweils eine zutraf. Um die Ratewahrscheinlichkeit zu minimieren, wurden solche Items nur in Blöcken von fünf Aussagen vorgelegt.
  • Multiple-Choice-Items (zum Ankreuzen): Die Schülerin/der Schüler musste aus mehreren zur Wahl gestellten Antwortmöglichkeiten diejenige auswählen, die sie/er für richtig hielt.
  • Multiple-Matching-Items: Zuordnungsitems erforderten, dass die Schülerin/der Schüler vorgegebenen Begriffen eine entsprechende Beschreibung oder ein Bild korrekt zuordnete.
  • Table-Multiple-Choice (zum Ankreuzen) bestanden aus vier Aussagen. Für jede Aussage musste die Schülerin/der Schüler entscheiden, auf welche der drei Texte des Stimulus dieses Aussagen zutrafen.

Beispielitems sind im Materialienbereich verfügbar.

Wie lief die Überprüfung in der Klasse ab?

Die Standardüberprüfung begann am Testtag in der Regel mit dem Beginn des Vormittagsunterrichts. Nachfolgender Grafik können Sie den schematischen Ablauf der Überprüfung entnehmen:

Testablauf E8-Standardüberprüfung

Testablauf E8-Standardüberprüfung

Die reine Testzeit für die Kompetenzbereiche Hören und Lesen betrug jeweils 40 Minuten und für Schreiben (Stichprobe) 35 Minuten. Damit wurde die Testzeit je Schüler/in so kurz wie möglich gehalten und gleichzeitig sichergestellt, dass ausreichend Informationen von jeder Schülerin und jedem Schüler vorliegen, um zuverlässige und informative Rückmeldungen über die Ergebnisse an alle Zielgruppen (Schüler/innen, Lehrer/innen, Schulleitungen) geben zu können.

Zwischen den einzelnen Testteilen gab es Pausen. Im Anschluss an die Überprüfung bearbeiteten die Schüler/innen einen kurzen Kontextfragebogen. Er gibt Auskunft über das Vorhandensein und das Ausmaß jener Faktoren, die zur Erklärung des Kompetenzerwerbs beitragen können. Sowohl das Bundesministerium für Bildung, Wissenschaft und Forschung (BMBWF) als auch die Schulpartner wurden über den Inhalt des Fragebogens vom BIFIE informiert.

Wer führte die Überprüfung durch?

Die Überprüfung wurde im Sinne einer objektiven Testdurchführung von geschulten Testleiterinnen und Testleitern standardisiert durchgeführt. Diesbezüglich wurde zwischen internen und externen Testleiterinnen und Testleitern unterschieden. In etwa 93 % der Klassen wurde die Überprüfung von Lehrerinnen und Lehrern der eigenen Schule administriert („interne Testleitung“). Als Qualitätssicherungsmaßnahme führten an einer Stichprobe von etwa 7 % der Klassen Lehrer/innen einer anderen Schule die Überprüfung durch („externe Testleitung“).

Wie wurde der Datenschutz sichergestellt?

Zur Wahrnehmung des gesetzlichen Auftrags der Durchführung der Bildungsstandardüberprüfungen verarbeitet das BIFIE personenbezogene Daten. Die Datenerhebung erfolgte mit zweigeteiltem Schlüssel auf Schülerebene: Das heißt, das BIFIE hat Zugang zur Schüler-ID und zu den Ergebnissen, nicht aber zu den Schülernamen. Die Schulleitung kennt die Schüler-ID und die dazugehörigen Schülernamen, kann den einzelnen Schülerinnen und Schülern jedoch keine Ergebnisse zuordnen.

Das BIFIE hält sich mit diesem Vorgehen an das Datenschutzrecht i. d. g. F. sowie an die Empfehlungen der Datenschutzbehörde.

Weiterführende Informationen




Freigegebene Items




Ergebnisberichte




Zyklus­bericht – 5 Jahre flächen­decken­de Bildungs­standard­über­prüfun­gen in Öster­reich




Ergebnisse im Überblick

Ergebnisse der Standardüberprüfung Mathematik, 4. Schulstufe (2018) im Überblick

Im Frühjahr 2018 haben rund 74.000 Schüler/innen an ca. 3000 Volksschulen an der Überprüfung der Bildungsstandards im Fach Mathematik auf der 4. Schulstufe teilgenommen. Die Kompetenzen in Mathematik wurden nach 2013 nun zum zweiten Mal flächendeckend überprüft, sodass ein Vergleich der Ergebnisse zwischen den Überprüfungen 2013 und 2018 möglich ist. Die Kompetenzen wurden durch eine standardisierte und bundesweit einheitlich durchgeführte Überprüfung erhoben.

Die Ergebnisse der Standardüberprüfung geben Schulen und dem Schulsystem wissenschaftlich gesicherte Auskunft darüber, wie gut die nachhaltige Vermittlung von grundlegenden Kompetenzen gelingt und bieten eine wichtige Basis für gezielte Qualitätsentwicklung am Schulstandort.

Schüler/innen konnten ihre Ergebnisse über https://bist-rm.bifie.at bis Ende September 2019 abrufen. Für Schulleiter/innen, Lehrer/innen und die Schulaufsicht stehen die für sie relevanten individualisierten Berichte auf der Erhebungsplattform PLATO unbefristet zur Verfügung.

Für die Öffentlichkeit sind die zusammengefassten Ergebnisse der Standardüberprüfung 2018 auf Bundes- und Landesebene über die BIFIE-Website bereitgestellt. Diese können im Bereich Bundes- und Landesergebnisberichte zu den Standardüberprüfungen abgerufen werden.

Für Interessierte steht auf der BIFIE-Website außerdem jeweils ein Musterexemplar mit fiktiven Werten des Schulberichts, der Rückmeldung an die Lehrer/innen sowie der Schülerrückmeldung zur Verfügung.

Die Kompetenzen der Schüler/innen in Mathematik am Ende der 4. Schulstufe

Schüler/innen, die die Bildungsstandards in Mathematik am Ende der 4. Schulstufe erreichen, können mathematische Fähigkeiten und Fertigkeiten in realitätsnahen und variablen Situationen zur Lösung von Aufgaben oder Problemen anwenden. So sollten Volksschüler/innen etwa Tabellen nicht nur im Schulbuch, sondern auch in ihren Alltagszusammenhängen lesen können.

Bei der Kompetenzmessung im Frühjahr 2018 wurde Folgendes festgestellt:

  • 82 % der Schüler/innen erreichen oder übertreffen die Bildungsstandards. Sie verfügen über die entsprechenden mathematischen Kompetenzen und können ihre Kenntnisse in variablen Situationen flexibel einsetzen.
  • 10 % der Kinder erreichen die Standards teilweise und können ihre mathematischen Kenntnisse nur in bekannten Kontexten einsetzen.
  • 8 % haben Mühe mit einfachen Mathematikaufgaben und erreichen die Bildungsstandards nicht. Ihre weitere schulische Entwicklung ist durch mangelnde Grundlagen im mathematischen Bereich gefährdet.
  • Von den 82 % der Schüler/innen, die die Bildungsstandards zumindest erreichen, sind 16 % so genannte Spitzenschüler/innen. Sie übertreffen die Bildungsstandards, verfügen über grundlegende Kenntnisse in allen Teilbereichen des Lehrplans sowie über erweiterte Wissensstrukturen im Fach Mathematik und können ihre Kenntnisse auch in neuartigen Situationen flexibel einsetzen.

Deutliche Verbesserung im Vergleich zur Erhebung 2013

Im Vergleich zur Erhebung in Mathematik im Jahr 2013 verringerte sich der Anteil jener, die die Standards nicht erreichten, um 3 Prozentpunkte (2013: 11 %, 2018: 8 %). Umgekehrt ist bei Spitzenschülerinnen und -schülern – also jenen, die die Bildungsstandards übertreffen – ein Anstieg um 4 Prozentpunkte (2013: 12 %, 2018: 16 %) zu verzeichnen. In Punkten ausgedrückt hat sich das Ergebnis mit einem Wert bei der Überprüfung 2018 von 551 Punkten österreichweit um durchschnittlich 18 Punkte gegenüber 2013 verbessert.

Mathematikkompetenz kann auf der 4. Schulstufe nach allgemeinen mathematischen Kompetenzen (Welche mathematischen Prozesse sind zum Lösen einer Aufgabe erforderlich?) und inhaltlichen mathematischen Kompetenzen (Welcher mathematische Inhalt liegt der Aufgabe zugrunde?) strukturiert werden. Die Veränderungen seit der Überprüfung 2013 sind über alle allgemeinen und inhaltlichen Bereiche hinweg von ähnlicher Größenordnung. Bei den allgemeinen mathematischen Kompetenzen haben die Volksschüler/innen sich am deutlichsten im Bereich „Problemlösen“ (+25 Punkte) verbessert. Bei den inhaltlichen mathematischen Kompetenzen erreichten die Schüler/innen im Bereich „Arbeiten mit Zahlen“ mit +26 Punkten die größte Steigerung.

Geschlechts-, migrations- und sozialspezifische Unterschiede

Buben schneiden im Fach Mathematik im Schnitt deutlich besser ab als Mädchen. Sowohl Mädchen als auch Buben haben im Vergleich zu 2013 ihre Leistungen verbessern können, allerdings ist der Leistungsanstieg bei den Buben deutlich stärker ausgefallen. 2018 beträgt der Vorsprung 22 Punkte zugunsten der Buben, und hat sich gegenüber 2013 (14 Punkte) deutlich erhöht.

Schüler/innen mit Migrationshintergrund weisen im Schnitt deutlich niedrigere Kompetenzen auf als Kinder ohne Migrationshintergrund. Der Unterschied beträgt 61 Punkte und damit deutlich mehr als ein Lernjahr. Berücksichtigt man den Sozialstatus, dann reduziert sich der Unterschied auf 32 Punkte. Er ist damit noch immer deutlich größer als beispielsweise der geschlechtsspezifische Effekt. Im Vergleich zu 2013 haben sich die Unterschiede nach Migrationshintergrund minimal verringert (2013: 64 Punkte, 2018: 61 Punkte).

Am stärksten ist der Zusammenhang zwischen dem Bildungsabschluss der Eltern und den Leistungen ihrer Kinder. Der mittlere Leistungsunterschied zwischen Kindern, deren Eltern einen Hochschulabschluss haben und Kindern, deren Eltern maximal einen Pflichtschulabschluss besitzen beträgt 119 Punkte. Damit sind Leistungsunterschiede aufgrund unterschiedlicher Bildungsherkunft größer als jene aufgrund von Migrationsstatus oder Erstsprache. Im Vergleich zur Erhebung 2013 hat sich dieser Unterschied nur minimal verringert.

Motivationale und soziale Faktoren des schulischen Lernens

Insgesamt zeigen die Daten eine hohe Zufriedenheit mit der Schule und vor allem mit der Klasse. Schüler/innen in österreichischen Volksschulen stehen der Schule größtenteils positiv oder zumindest neutral gegenüber: 74 % geben an, gern oder sehr gern in die Schule zu gehen, knapp ein Fünftel (19 %) äußert sich neutral. Insbesondere in ihrer Klasse fühlen sich die meisten Schüler/innen wohl. 84 % der Schüler/innen äußern sich in Bezug auf ihre Klasse positiv, weitere 12 % neutral. Nur 4 % geben an, (sehr) unzufrieden mit ihrer Klasse zu sein. Im Vergleich zur Standardüberprüfung 2017 auf der 8. Schulstufe zeigt sich, dass der Anteil an Schülerinnen und Schülern, die angeben, gern oder sehr gern in die Schule zu gehen, auf der 4. Schulstufe mit 74 % deutlich höher ist als auf der 8. Schulstufe (59 %).

Auch hinsichtlich der Freude an Mathematik fallen die Antworten tendenziell sehr positiv aus. Mehr als 70 % der Schüler/innen geben an, eine (eher) hohe Freude an Mathematik zu haben. Umgekehrt sind es nur 7 % an Schülerinnen und Schülern mit niedriger Freude.

Ergebnisse in den Bundesländern

Die teilweise relativ großen Unterschiede in der Zusammensetzung der Schülerschaft erklären zu einem großen Teil auch die unterschiedlichen Ergebnisse in den Bundesländern. Dennoch demonstrieren die Ergebnisse in Mathematik auf der 4. Schulstufe vor allem Verschiebungen auf der obersten (Zuwachs bei den Schülerinnen und Schülern, die die Bildungsstandards übertreffen) und untersten Kompetenzstufe (Rückgang bei den Kindern auf Stufe Bildungsstandards nicht erreicht).

In Salzburg haben 88 % die Bildungsstandards erreicht und übertroffen, im Burgenland 87 %, in Oberösterreich und Vorarlberg je 85 %. Es folgen Niederösterreich (84 %) sowie Kärnten und Tirol (je 83 %). In Wien liegt der entsprechende Schüleranteil bei 74 %.

Die höchsten Anteile an Spitzenschülerinnen und -schülern finden sich mit je 18 % in Oberösterreich, Salzburg und der Steiermark. Die geringsten Anteile mit je 14 % finden sich in Kärnten und Wien.

In Wien haben 13 % die Bildungsstandards nicht erreicht, in den übrigen Bundesländern beträgt der entsprechende Anteil zwischen 4 % im Burgenland und je 7 % in der Steiermark und Tirol.

Im Vergleich zur Überprüfung im Jahr 2013 sieht man an den Ergebnissen des Jahres 2018, dass es dem Schulsystem in der Primarstufe gelungen ist, den Bereich der Risikoschülerschaft zu reduzieren und gleichzeitig den Anteil an Kindern auf hohem Niveau zu vergrößern. Die relational größten Veränderungen ergeben sich in Vorarlberg mit einem um 42 Punkte höheren Mittelwert, im Burgenland (+36 Punkte) und in Kärnten (+29 Punkte). Im Mittelfeld liegen Salzburg (+24 Punkte) sowie die Steiermark und Tirol (jeweils +22 Punkte). Die geringste Steigerung hinsichtlich der Mittelwerte verzeichnen Oberösterreich (+15 Punkte), Wien (+12 Punkte) und Niederösterreich (+11 Punkte).

Rückmeldung an Schulen

Als Grundlage für Schul- und Unterrichtsentwicklung bekommen etwa 3000 Schulleitungen und rund 4900 Lehrpersonen Feedback zu den Kompetenzen ihrer Schüler/innen in Mathematik sowie zu relevanten Kontextfaktoren wie der Freude an Mathematik oder dem Wohlbefinden in der Schule. Die Ergebnisrückmeldung gibt Auskunft darüber, in welchem Ausmaß die Schüler/innen die in den Bildungsstandards definierten Lernziele erreichen, wie das Ergebnis im Vergleich zu allen anderen Schulen und im Vergleich zu Schulen, die unter ähnlichen Rahmenbedingungen arbeiten, liegt. Die Ergebnisse der Bildungsstandardüberprüfung sollen von Lehrpersonen, Schulleitungen, Schulaufsicht und Schuladministration als produktiver Beitrag für Qualitätsentwicklungsprozesse am jeweiligen Schulstandort genutzt werden.

Weiterführende Informationen und Hotline für Rückfragen




Freigegebene Items




Ergebnisberichte