Standardüberprüfung Englisch 8. Schulstufe im Frühjahr 2013

Im zweiten Erhebungsjahr der Bildungsstandards wurden am 17. April 2013 die Kompetenzen von allen Schüler/innen der 8. Schulstufe in Englisch überprüft. Am Beginn der österreichweiten, flächendeckenden und verpflichtenden Standardüberprüfungen stand 2012 das Fach Mathematik, im Jahr 2016 folgt die Überprüfung in Deutsch.

Wann fand die Standardüberprüfung statt?

Diese fand am 17. April 2013 an allen Volksschul-Oberstufen, Hauptschulen und allgemeinbildenden höheren Schulen statt. In begründeten Ausnahmefällen konnte der Ersatztermin am 25. April 2013 in Anspruch genommen werden. Der Testzeitraum für den Kompetenzbereich "Sprechen" war von 6. Mai bis 7. Juni 2013.

Was wurde in Englisch wie überprüft?

Den Bildungsstandards für Englisch lag der Gemeinsame Europäische Referenzrahmen für Sprachen (GERS) zugrunde. Wesentliches Kriterium des Fremdsprachenunterrichts war demnach, dass Alltagssituationen in der Fremdsprache kommunikativ erfolgreich und sozial angemessen bewältigt werden können.

Die Überprüfung der Bildungsstandards in Englisch fand in den Kompetenzbereichen Hören, Lesen, Sprechen (bestehend aus „An Gesprächen teilnehmen" und „Zusammenhängend sprechen“) und Schreiben statt. Aus organisatorischen Gründen wurde die Überprüfung der Kompetenz Sprechen nur an einer Teilstichprobe von ca. 100 Schulen durchgeführt. Die anderen Kompetenzen wurden jedoch flächendeckend überprüft.

Jede/r Schüler/in bearbeitete bei der Überprüfung der Kompetenzen Hören, Lesen und Schreiben jeweils ein Testheft mit Aufgaben. Innerhalb einer Klasse wurden verschiedene Testhefte eingesetzt, damit die durch die Bildungsstandards definierten Kompetenzen durch den Test möglichst breit abgedeckt wurden. Für die Überprüfung des Bereichs Sprechen wurden 24 Schüler/innen einer Schule klassenübergreifend zufällig ausgewählt und paarweise überprüft. Die Überprüfung selbst wurde von einem ausgebildeten Testleiter-Team durchgeführt und dauerte ca. 15 Minuten.

Antwortformate

Im Rahmen der Überprüfungen wurden Testitems mit folgenden unterschiedlichen Antwortformaten eingesetzt:

Offenes Antwortformat

Beim offenen Antwortformat generierten die Schüler/innen ihre Antwort selbst. Diese Items überließen es vollständig dem Schüler/der Schülerin, wie er/sie die Aufgabenstellung löste. Die Aufgabenlösung konnte verbal frei gestaltet werden. Die Schüler/innen schrieben z. B. einen Text in der Fremdsprache.

Halboffenes Antwortformat

Auch halboffene Items überließen die Antwortformulierung dem Schüler/der Schülerin. Die Aufgabe war jedoch im Unterschied zum offenen Item so präzise gestellt, dass die Antwort mit geringem Aufwand als richtig oder falsch bewertet werden konnten. Solche Items verlangten von den Schülerinnen und Schülern kurze Antworten, wie z. B. ein Wort oder eine Zahl.

Geschlossenes Antwortformat

Beim geschlossenen Antwortformat standen den Schülerinnen und Schülern zu einer Frage mehrere vorformulierte Antworten zur Verfügung. Die Antworten wurden eingescannt und elektronisch weiterverarbeitet.

  • True-False-Items (zum Ankreuzen) bestanden aus einer Aussage und zwei Antwortalternativen („richtig“ oder „falsch“) von denen eine zutraf. Um die Ratewahrscheinlichkeit zu minimieren, wurden solche Items nur blockweise vorgelegt.
  • Multiple-Choice-Items (zum Ankreuzen): Der Schüler/die Schülerin musste aus mehreren zur Wahl gestellten Antwortmöglichkeiten diejenige auswählen, die er/sie für richtig hielt.
  • Multiple-Matching-Items: Zuordnungsitems erforderten, dass der Schüler/die Schülerin vorgegebenen Begriffen eine entsprechende Beschreibung oder ein Bild korrekt zuwies.

Beispielitems finden Sie rechts im Downloadbereich.

Wer nahm an der Überprüfung in Englisch teil?

Grundsätzlich waren alle Schüler/innen der 8. Schulstufe verpflichtet, an der Überprüfung teilzunehmen. Ausgenommen davon waren entsprechend der Bildungsstandards-Verordnung außerordentliche Schüler/innen, Schüler/innen mit sonderpädagogischem Förderbedarf, die im Testfach Englisch in der 8. Schulstufe nach dem Lehrplan der Sonderschule oder nach dem Lehrplan einer niedrigeren Schulstufe unterrichtet wurden und Schüler/innen, deren erste lebende Fremdsprache nicht Englisch war. Ebenso galt diese Ausnahme für Schüler/innen mit Körper- und Sinnesbeeinträchtigung, die bei der Standardüberprüfung die Testitems mit den allenfalls im Unterricht zur Verfügung stehenden Unterrichts- oder Hilfsmitteln unter den vorgegebenen Testbedingungen voraussichtlich nicht lösen konnten.

Wie wurde die Vertraulichkeit der Schüler/innen gewahrt?

Das BIFIE arbeitete ausschließlich mit Schüler-IDs, die von der Schule vergeben wurden. Diese Schüler-IDs waren Nummerncodes, die vom BIFIE nur Schulen und Klassen, nicht aber einzelnen Schüler/innen zugeordnet werden konnten. Das BIFIE war zu keinem Zeitpunkt im Besitz von Schülernamen oder der Zuordnung der IDs zu einzelnen Schüler/innen.

Wer führte die Überprüfung in der Klasse durch?

Bei der Überprüfung sollten alle Schüler/innen die gleichen Rahmenbedingungen vorfinden, damit die Ergebnisse vergleichbar sind. Aus diesem Grund war der Testablauf standardisiert. Das heißt, dass der Ablauf der Tests, die Instruktionen und die Testzeiten vorgegeben wurden und die Tests von eigens vom BIFIE geschulten Personen – sog. Testleiterinnen und Testleitern – administriert wurden. Das BIFIE unterschied dabei zwischen „interner“ und „externer“ Testleitung. In etwa 90 % der Klassen wurde die Überprüfung von Lehrerinnen und Lehrern der eigenen Schule administriert („interne Testleitung“). In einer Stichprobe von etwa 7 % der Klassen führten hingegen schulexterne Personen die Überprüfungen in den Klassen durch („externe Testleitung“). Nähere Informationen dazu finden Sie unter dem Punkt „Testleitung und Testauswertung“.

Wie lief die Testung in der Klasse ab?

Die Standardüberprüfung begann am Testtag in der Regel mit dem Beginn des Vormittagsunterrichts. Die reine Testzeit betrug ca. 120 Minuten, nach je 40 Minunten gab es eine Pause. Damit wurde die Testzeit je Schüler/in so kurz wie möglich gehalten und gleichzeitig sichergestellt, dass ausreichend Informationen von jeder Schülerin und jedem Schüler vorlagen, um zuverlässige und informative Rückmeldungen über die Ergebnisse an alle Zielgruppen (Schüler/innen, Lehrer/innen, Schulleitungen) geben zu können.

Hier zur Illustration schematisch der Ablauf der Überprüfung:

Im Anschluss an den Test bearbeiteten die Schüler/innen einen kurzen Kontextfragebogen. Er sollte Auskunft über das Vorhandensein und das Ausmaß jener Faktoren geben, die zur Erklärung des Kompetenzerwerbs beitragen könnten. Sowohl das BMUKK als auch die Schulpartner wurden über den Inhalt des Fragebogens vom BIFIE informiert.

Wann erfolgte die Rückmeldung?

Die Ergebnisse aus der Standardüberprüfung wurden den beteiligten Personen sowie Verantwortlichen im Bildungssystem ca. ein halbes Jahr nach der Testung rückgemeldet. Nähere Informationen dazu finden Sie unter dem Punkt „Rückmeldung und Berichte“.