PISA 2012: Programme for International Student Assessment

Zentrum: 
Zentrum Salzburg

Hintergrund/Auftraggeber, Relevanz der Arbeit, Ziele des Projekts

PISA, das Programme for International Student Assessment, ist ein langfristiges Projekt der OECD, das mit PISA 2000 begonnen wurde und in 3-Jahres-Abständen die Schülerleistungen gegen Ende der Pflichtschule erhebt und zwischen den Ländern vergleicht. Es beruht auf dem dynamischen Modell des lebenslangen Lernens. Ziel ist es, mit Hilfe von standardisierten Messungen Bildungsindikatoren (educational indicators) für alle OECD-Mitgliedsstaaten zu gewinnen: Basisindikatoren, deren Schwerpunkt die Leistungen von Schülerinnen und Schülern im Bereich der Grundkompetenzen sind, Kontextindikatoren und Trendindikatoren. Die Ergebnisse von PISA dienen vor allem der Politikberatung. Österreich hat an allen PISA-Erhebungen seit PISA 2000 teilgenommen. PISA 2012 ist die zweite Erhebung im zweiten Dreier-Zyklus. Internationaler Auftraggeber ist die OECD. Mit der Umsetzung wird international von der OECD ein Konsortium (oder mehrere Konsortien) beauftragt. National ist das BMUKK Auftraggeber der Durchführung der PISA-Studie.

Vorgehen im Projekt

PISA untersucht die Grundkompetenzen von 15-/16-jährigen Schülerinnen und Schülern in Mathematik, Lesen und Naturwissenschaft, wobei der Schwerpunkt von PISA 2012 auf der Mathematik-Kompetenz liegt(mit mehr als der Hälfte der Testaufgaben). Alle Domänen sind durch mehrere Dimensionen beschrieben: durch Inhalte/Wissensstrukturen, Prozesse und Kontexte (vgl. die PISA-Frameworks).
Die Zielpopulation von PISA 2012 ist der Altersjahrgang 1996. Durch ein zweistufiges Sampling-Design werden zuerst vom internationalen Konsortium Schulen quotiert ausgewählt und dann am nationalen Zentrum eine Zufallsstichprobe der SchülerInnen des Jahrgangs innerhalb jeder ausgewählten Schule gezogen (max. 35 Schüler/innen – bei weniger: Vollerhebung). Um die vorgeschriebene resultierende Mindeststichprobengröße von 4.500 getesteten Schülerinnen und Schülern erreichen zu können, müssen insgesamt etwas mehr als 5.000 Schüler/innen ausgewählt werden. Die Auswahl folgt den Regeln der OECD über Ausschlüsse und Teilnahmeraten.
Ergänzt werden die Daten aus den Leistungstests durch Kontextinformationen aus Schüler- und Schul-Fragebögen. Eine Beteiligung Österreichs an internationalen Optionen und die Durchführung muss spätestens in der zweiten Hälfte des Jahres 2010 entschieden werden. Als nationale Optionen wird eine Auswahl an Projekten der Erhebungen 2000–2009 im Längsschnitt weitergeführt; die Entwicklung neuer Zusatzprojekte im Rahmen des Mathematik-Schwerpunkts von PISA 2012 muss Anfang 2010 beauftragt werden.

Ergebnisse (und/oder Produkte) des Projekts

Ergebnis von PISA 2012 ist die Aufnahme der österreichischen Daten mit Raschschätzern für die Leistungen der Schüler/innen in den drei Kompetenzbereichen sowie umfangreichen Kontextinformationen aus Schul- und Schülerfragebögen in die internationale PISA-Datenbasis.

Die Ergebnisse von PISA 2012 werden national voraussichtlich in zwei Schritten publiziert: einer Publikation der Ergebnisse zur internationalen Pressekonferenz Ende 2013 und einem umfangreicheren Bericht mit thematischen Analysen im Jahr darauf. Eine endgültige Entscheidung sollte auf Basis der Erfahrungen aus PISA 2009 und im Kontext der dann herrschenden Bedürfnisse gefällt werden.

Projektleiter/in: 
Projektmitarbeiter/innen im BIFIE: