TIMSS ist eine internationale Schülerleistungsvergleichsstudie der IEA (International Association for the Evaluation of Educational Achievement) zur Erfassung der Mathematik- und Naturwissenschaftskompetenz in der 4. Schulstufe, die im Auftrag des BMUKK durchgeführt wird. Gemeinsam mit PIRLS stellt TIMSS eine wichtige Ergänzung zur OECD-Studie PISA dar, bei der die Lese-, Mathematik- und Naturwissenschaftskompetenz am Ende der Pflichtschule erhoben wird. In Österreich werden beide Studien unter dem Namen „IEA-Grundschulmonitoring“ zusammengefasst. TIMSS findet im 4-Jahres-Rhythmus statt, mit dem Ziel, mit Hilfe von standardisierten Messungen folgende Bildungsindikatoren (educational indicators) zu gewinnen: Basisindikatoren, deren Schwerpunkt die Leistungen von Schülerinnen und Schülern im Bereich der Mathematik- und Naturwissenschaftskompetenzen sind, Kontextindikatoren und Trendindikatoren. Die Ergebnisse von TIMSS dienen vor allem der Politikberatung. Österreich hat sich zuletzt 1995 an dieser Studie beteiligt.
Das Design der Studie wird vom internationalen Zentrum (Boston College) erarbeitet und muss aus Gründen der Vergleichbarkeit von allen Ländern übernommen werden.
Die Erhebung für die Schüler/innen setzt sich aus einem Testheft mit verschiedenen Aufgaben mit einer Bearbeitungszeit von 2 x 36 Minuten und einem Fragebogen zusammen. Weiters werden Hintergrundinformationen auf Schul-, Lehrer-, und Systemebene (Lehrplandaten) erhoben.
Die Zielpopulation von TIMSS 2007 sind Schüler/innen der 4. Schulstufe. Bei der Auswahl wird ein zweistufiges Sampling-Design angewendet, das zuerst Schulen quotiert auswählt und dann eine Zufallsstichprobe von Klassen mit Schüler/innen in einer 4. Schulstufe an den ausgewählten Schulen zieht. Innerhalb dieser Klassen werden alle Schüler/innen (der 4. Schulstufe) getestet. Um die vorgeschriebene resultierende Mindeststichprobengröße von 4.000 getesteten Schüler/innen aus mindestens 150 Schulen erreichen zu können, müssen insgesamt etwa 5.000 Schüler/innen ausgewählt werden. Die Auswahl folgt den Regeln des ISC (International Study Center) über Ausschlüsse und Teilnahmeraten. Um Trendanalysen mit der Erhebung im Jahr 1995 durchführen zu können, werden in Österreich zusätzlich 4 nationale Testhefte eingesetzt und dementsprechend auch mehr Schüler/innen (ca. 6.000) getestet.
Weiters wird im Rahmen von TIMSS 2007 ein nationales Zusatzprojekt zum differenzierten Unterricht in Form eines Zusatzes im Schüler-, Lehrer- und Schulfragebogen durchgeführt.
Ergebnis der Studie ist eine Bestandsaufnahme der Mathematik- und Naturwissenschaftskompetenz am Ende der 4. Schulstufe und von Hintergrundinformationen, die diese beeinflussen. Die regelmäßige Erfassung der Mathematik- und Naturwissenschaftskompetenz führt systematisch zu einer Datenbasis, die alle erhobenen Informationen im Zusammenhang berücksichtigt und eine weitgehende und fundierte bildungspolitische Analyse erlaubt.
In Österreich erscheinen zwei Broschüren (zur Studie selbst und zu den Ergebnissen; Umfang je etwa 70 S.) zum Zeitpunkt der Freigabe der Ergebnisse durch die IEA Ende 2008 und ein umfangreicherer Bericht mit Beiträgen von nationalen Expertinnen und Experten (Umfang ca. 300 S., Erscheinungszeitpunkt Ende 2009). Außerdem werden alle Abläufe in einem technischen Bericht dokumentiert (Erscheinungszeitpunkt Ende 2008; ausschließlich online).