PIRLS 2006: Progress in International Reading Literacy Study

Zentrum: 
Zentrum Salzburg

Hintergrund/Auftraggeber, Relevanz der Arbeit, Ziele des Projekts

PILRS ist eine internationale Schülerleistungsvergleichsstudie der IEA (International Association for the Evaluation of Educational Achievement) zur Erfassung der Lesekompetenz in der 4. Schulstufe, die im Auftrag des BMUKK durchgeführt wird. Gemeinsam mit TIMSS stellt PIRLS eine wichtige Ergänzung zur OECD-Studie PISA dar, bei der die Lese-, Mathematik- und Naturwissenschaftskompetenz am Ende der Pflichtschule erhoben wird. In Österreich werden beide Studien unter dem Namen „IEA-Grundschulmonitoring“ zusammengefasst. PIRLS findet im 5-Jahres-Rhythmus statt, mit dem Ziel, mit Hilfe von standardisierten Messungen folgende Bildungsindikatoren (educational indicators) zu gewinnen: Basisindikatoren, deren Schwerpunkt die Leistungen von Schülerinnen und Schülern im Bereich der Lesekompetenzen sind, Kontextindikatoren und Trendindikatoren. Die Ergebnisse von PIRLS dienen vor allem der Politikberatung. Österreich beteiligte sich 2006 erstmals an PIRLS.

Vorgehen im Projekt

Das Design der Studie wird vom internationalen Zentrum (Boston College) erarbeitet und muss aus Gründen der Vergleichbarkeit von allen Ländern übernommen werden.
Die Erhebung für die Schüler/innen setzt sich aus einem Testheft à 2 PIRLS-Texten und den daran anschließenden Fragen zu den Texten mit einer Bearbeitungszeit von jeweils 40 Minuten und einem Fragebogen zusammen. Weiters werden Hintergrundinformationen auf Schul-, Lehrer-, Eltern-, und Systemebene (Lehrplandaten) erhoben.
Die Zielpopulation von PIRLS 2006 sind Schüler/innen der 4. Schulstufe. Bei der Auswahl wird ein zweistufiges Sampling-Design angewendet, das zuerst Schulen quotiert auswählt und dann eine Zufallsstichprobe von Klassen mit Schüler/innen in einer 4. Schulstufe an den ausgewählten Schulen zieht. Innerhalb dieser Klassen werden alle Schüler/innen (der 4. Schulstufe) getestet. Um die vorgeschriebene resultierende Mindeststichprobengröße von 4.000 getesteten Schüler/innen aus mindestens 150 Schulen erreichen zu können, müssen insgesamt etwa 5.000 SchülerInnen ausgewählt werden. Die Auswahl folgt den Regeln des ISC (International Study Center) über Ausschlüsse und Teilnahmeraten.

Ergebnisse (und/oder Produkte) des Projekts

Ergebnis der Studie ist eine Bestandsaufnahme der Lesekompetenz am Ende der 4. Schulstufe und von Hintergrundinformationen, die die Lesekompetenz beeinflussen. Die regelmäßige Erfassung der Lesekompetenz führt systematisch zu einer Datenbasis, die alle erhobenen Informationen im Zusammenhang berücksichtigt und eine weitgehende und fundierte bildungspolitische Analyse erlaubt.
In Österreich erscheinen zwei Broschüren (zur Studie selbst und zu den Ergebnissen; Umfang je etwa 70 S.) zum Zeitpunkt der Freigabe der Ergebnisse durch die IEA Ende 2007 und ein umfangreicherer Bericht mit Beiträgen von nationalen ExpertInnen (Umfang ca. 300 S., Erscheinungszeitpunkt Februar 2009). Außerdem werden alle Abläufe in einem technischen Bericht dokumentiert (Erscheinungszeitpunkt Ende 2007; ausschließlich online).

Projektleiter/in: