Ergebnisse im Überblick

Ergebnisse der Standardüberprüfung Mathematik, 4. Schulstufe (2018) im Überblick

Im Frühjahr 2018 haben rund 74.000 Schüler/innen an ca. 3000 Volksschulen an der Überprüfung der Bildungsstandards im Fach Mathematik auf der 4. Schulstufe teilgenommen. Die Kompetenzen in Mathematik wurden nach 2013 nun zum zweiten Mal flächendeckend überprüft, sodass ein Vergleich der Ergebnisse zwischen den Überprüfungen 2013 und 2018 möglich ist. Die Kompetenzen wurden durch eine standardisierte und bundesweit einheitlich durchgeführte Überprüfung erhoben.

Die Ergebnisse der Standardüberprüfung geben Schulen und dem Schulsystem wissenschaftlich gesicherte Auskunft darüber, wie gut die nachhaltige Vermittlung von grundlegenden Kompetenzen gelingt und bieten eine wichtige Basis für gezielte Qualitätsentwicklung am Schulstandort.

Schüler/innen können ihre Ergebnisse über https://bist-rm.bifie.at bis Ende September 2019 abrufen. Für Schulleiter/innen, Lehrer/innen und die Schulaufsicht stehen die für sie relevanten individualisierten Berichte auf der Erhebungsplattform PLATO unbefristet zur Verfügung.

 

Zur Onlinerückmeldung der Standardüberprüfung M4

 

Für die Öffentlichkeit sind die zusammengefassten Ergebnisse der Standardüberprüfung 2018 auf Bundes- und Landesebene über die BIFIE-Website bereitgestellt. Diese können im Bereich Bundes- und Landesergebnisberichte zu den Standardüberprüfungen abgerufen werden.

Für Interessierte steht auf der BIFIE-Website außerdem jeweils ein Musterexemplar mit fiktiven Werten des Schulberichts, der Rückmeldung an die Lehrer/innen sowie der Schülerrückmeldung zur Verfügung.

Die Kompetenzen der Schüler/innen in Mathematik am Ende der 4. Schulstufe

Schüler/innen, die die Bildungsstandards in Mathematik am Ende der 4. Schulstufe erreichen, können mathematische Fähigkeiten und Fertigkeiten in realitätsnahen und variablen Situationen zur Lösung von Aufgaben oder Problemen anwenden. So sollten Volksschüler/innen etwa Tabellen nicht nur im Schulbuch, sondern auch in ihren Alltagszusammenhängen lesen können.

Bei der Kompetenzmessung im Frühjahr 2018 wurde Folgendes festgestellt:

  • 82 % der Schüler/innen erreichen oder übertreffen die Bildungsstandards. Sie verfügen über die entsprechenden mathematischen Kompetenzen und können ihre Kenntnisse in variablen Situationen flexibel einsetzen.
  • 10 % der Kinder erreichen die Standards teilweise und können ihre mathematischen Kenntnisse nur in bekannten Kontexten einsetzen.
  • 8 % haben Mühe mit einfachen Mathematikaufgaben und erreichen die Bildungsstandards nicht. Ihre weitere schulische Entwicklung ist durch mangelnde Grundlagen im mathematischen Bereich gefährdet.
  • Von den 82 % der Schüler/innen, die die Bildungsstandards zumindest erreichen, sind 16 % so genannte Spitzenschüler/innen. Sie übertreffen die Bildungsstandards, verfügen über grundlegende Kenntnisse in allen Teilbereichen des Lehrplans sowie über erweiterte Wissensstrukturen im Fach Mathematik und können ihre Kenntnisse auch in neuartigen Situationen flexibel einsetzen.

Deutliche Verbesserung im Vergleich zur Erhebung 2013

Im Vergleich zur Erhebung in Mathematik im Jahr 2013 verringerte sich der Anteil jener, die die Standards nicht erreichten, um 3 Prozentpunkte (2013: 11 %, 2018: 8 %). Umgekehrt ist bei Spitzenschülerinnen und -schülern – also jenen, die die Bildungsstandards übertreffen – ein Anstieg um 4 Prozentpunkte (2013: 12 %, 2018: 16 %) zu verzeichnen. In Punkten ausgedrückt hat sich das Ergebnis mit einem Wert bei der Überprüfung 2018 von 551 Punkten österreichweit um durchschnittlich 18 Punkte gegenüber 2013 verbessert.

Mathematikkompetenz kann auf der 4. Schulstufe nach allgemeinen mathematischen Kompetenzen (Welche mathematischen Prozesse sind zum Lösen einer Aufgabe erforderlich?) und inhaltlichen mathematischen Kompetenzen (Welcher mathematische Inhalt liegt der Aufgabe zugrunde?) strukturiert werden. Die Veränderungen seit der Überprüfung 2013 sind über alle allgemeinen und inhaltlichen Bereiche hinweg von ähnlicher Größenordnung. Bei den allgemeinen mathematischen Kompetenzen haben die Volksschüler/innen sich am deutlichsten im Bereich „Problemlösen“ (+25 Punkte) verbessert. Bei den inhaltlichen mathematischen Kompetenzen erreichten die Schüler/innen im Bereich „Arbeiten mit Zahlen“ mit +26 Punkten die größte Steigerung.

Geschlechts-, migrations- und sozialspezifische Unterschiede

Buben schneiden im Fach Mathematik im Schnitt deutlich besser ab als Mädchen. Sowohl Mädchen als auch Buben haben im Vergleich zu 2013 ihre Leistungen verbessern können, allerdings ist der Leistungsanstieg bei den Buben deutlich stärker ausgefallen. 2018 beträgt der Vorsprung 22 Punkte zugunsten der Buben, und hat sich gegenüber 2013 (14 Punkte) deutlich erhöht.

Schüler/innen mit Migrationshintergrund weisen im Schnitt deutlich niedrigere Kompetenzen auf als Kinder ohne Migrationshintergrund. Der Unterschied beträgt 61 Punkte und damit deutlich mehr als ein Lernjahr. Berücksichtigt man den Sozialstatus, dann reduziert sich der Unterschied auf 32 Punkte. Er ist damit noch immer deutlich größer als beispielsweise der geschlechtsspezifische Effekt. Im Vergleich zu 2013 haben sich die Unterschiede nach Migrationshintergrund minimal verringert (2013: 64 Punkte, 2018: 61 Punkte).

Am stärksten ist der Zusammenhang zwischen dem Bildungsabschluss der Eltern und den Leistungen ihrer Kinder. Der mittlere Leistungsunterschied zwischen Kindern, deren Eltern einen Hochschulabschluss haben und Kindern, deren Eltern maximal einen Pflichtschulabschluss besitzen beträgt 119 Punkte. Damit sind Leistungsunterschiede aufgrund unterschiedlicher Bildungsherkunft größer als jene aufgrund von Migrationsstatus oder Erstsprache. Im Vergleich zur Erhebung 2013 hat sich dieser Unterschied nur minimal verringert.

Motivationale und soziale Faktoren des schulischen Lernens

Insgesamt zeigen die Daten eine hohe Zufriedenheit mit der Schule und vor allem mit der Klasse. Schüler/innen in österreichischen Volksschulen stehen der Schule größtenteils positiv oder zumindest neutral gegenüber: 74 % geben an, gern oder sehr gern in die Schule zu gehen, knapp ein Fünftel (19 %) äußert sich neutral. Insbesondere in ihrer Klasse fühlen sich die meisten Schüler/innen wohl. 84 % der Schüler/innen äußern sich in Bezug auf ihre Klasse positiv, weitere 12 % neutral. Nur 4 % geben an, (sehr) unzufrieden mit ihrer Klasse zu sein. Im Vergleich zur Standardüberprüfung 2017 auf der 8. Schulstufe zeigt sich, dass der Anteil an Schülerinnen und Schülern, die angeben, gern oder sehr gern in die Schule zu gehen, auf der 4. Schulstufe mit 74 % deutlich höher ist als auf der 8. Schulstufe (59 %).

Auch hinsichtlich der Freude an Mathematik fallen die Antworten tendenziell sehr positiv aus. Mehr als 70 % der Schüler/innen geben an, eine (eher) hohe Freude an Mathematik zu haben. Umgekehrt sind es nur 7 % an Schülerinnen und Schülern mit niedriger Freude.

Ergebnisse in den Bundesländern

Die teilweise relativ großen Unterschiede in der Zusammensetzung der Schülerschaft erklären zu einem großen Teil auch die unterschiedlichen Ergebnisse in den Bundesländern. Dennoch demonstrieren die Ergebnisse in Mathematik auf der 4. Schulstufe vor allem Verschiebungen auf der obersten (Zuwachs bei den Schülerinnen und Schülern, die die Bildungsstandards übertreffen) und untersten Kompetenzstufe (Rückgang bei den Kindern auf Stufe Bildungsstandards nicht erreicht).

In Salzburg haben 88 % die Bildungsstandards erreicht und übertroffen, im Burgenland 87 %, in Oberösterreich und Vorarlberg je 85 %. Es folgen Niederösterreich (84 %) sowie Kärnten und Tirol (je 83 %). In Wien liegt der entsprechende Schüleranteil bei 74 %.

Die höchsten Anteile an Spitzenschülerinnen und -schülern finden sich mit je 18 % in Oberösterreich, Salzburg und der Steiermark. Die geringsten Anteile mit je 14 % finden sich in Kärnten und Wien.

In Wien haben 13 % die Bildungsstandards nicht erreicht, in den übrigen Bundesländern beträgt der entsprechende Anteil zwischen 4 % im Burgenland und je 7 % in der Steiermark und Tirol.

Im Vergleich zur Überprüfung im Jahr 2013 sieht man an den Ergebnissen des Jahres 2018, dass es dem Schulsystem in der Primarstufe gelungen ist, den Bereich der Risikoschülerschaft zu reduzieren und gleichzeitig den Anteil an Kindern auf hohem Niveau zu vergrößern. Die relational größten Veränderungen ergeben sich in Vorarlberg mit einem um 42 Punkte höheren Mittelwert, im Burgenland (+36 Punkte) und in Kärnten (+29 Punkte). Im Mittelfeld liegen Salzburg (+24 Punkte) sowie die Steiermark und Tirol (jeweils +22 Punkte). Die geringste Steigerung hinsichtlich der Mittelwerte verzeichnen Oberösterreich (+15 Punkte), Wien (+12 Punkte) und Niederösterreich (+11 Punkte).

Rückmeldung an Schulen

Als Grundlage für Schul- und Unterrichtsentwicklung bekommen etwa 3000 Schulleitungen und rund 4900 Lehrpersonen Feedback zu den Kompetenzen ihrer Schüler/innen in Mathematik sowie zu relevanten Kontextfaktoren wie der Freude an Mathematik oder dem Wohlbefinden in der Schule. Die Ergebnisrückmeldung gibt Auskunft darüber, in welchem Ausmaß die Schüler/innen die in den Bildungsstandards definierten Lernziele erreichen, wie das Ergebnis im Vergleich zu allen anderen Schulen und im Vergleich zu Schulen, die unter ähnlichen Rahmenbedingungen arbeiten, liegt. Die Ergebnisse der Bildungsstandardüberprüfung sollen von Lehrpersonen, Schulleitungen, Schulaufsicht und Schuladministration als produktiver Beitrag für Qualitätsentwicklungsprozesse am jeweiligen Schulstandort genutzt werden.

Weiterführende Informationen und Hotline für Rückfragen

  • Um auf eventuelle Fragen zur Onlinerückmeldung bestmöglich einzugehen wurde eine Hotline eingerichtet. Sie ist unter der Nummer 0662-620088-3700 erreichbar.
  • Im Bundesergebnisbericht sind die Ergebnisse der Standardüberprüfung M4 2018 für Österreich insgesamt zusammengefasst.
  • In den Landesergebnisberichten sind die Ergebnisse für einzelne Bundesländer verfügbar.
  • Musterrückmeldungen mit fiktiven Werten geben Einblick in die Rückmeldung an Schulleiter/innen, Lehrer/innen und Schüler/innen.
  • Freigegebene Items zeigen verwendete Beispiele aus der Standardüberprüfung.
  • Auf der Seite zur Standardüberprüfung M4 2018 sind alle Informationen gesammelt verfügbar.



Freigegebene Items




Ergebnisberichte




Allge­meine Infor­mati­onen zur Über­prüfung

Allgemeine Informationen zur Standardüberprüfung Mathematik auf der 4. Schulstufe (2018)

Im Schuljahr 2017/18 fand zum zweiten Mal die Standardüberprüfung in Mathematik auf der 4. Schulstufe statt. Mit den Ergebnissen aus dieser Erhebung in der Serie der Standardüberprüfungen liegt nun erstmals in Österreich ein Vergleich zu fachlichen Kompetenzen der Schüler/innen in Mathematik am Ende der Volksschule im Trend zwischen den Überprüfungen von 2013 und 2018 vor.

Wann und wo werden die Ergebnisse veröffentlicht?

Die öffentlich zugänglichen Berichte der Standardüberprüfung Mathematik auf der 4. Schulstufe sind seit 22. Februar 2019 auf der BIFIE-Website veröffentlicht. Der Bundesergebnisbericht und die Landesergebnisberichte stehen auf der Seite der gesammelten Ergebnisberichte als Downloads zur Verfügung.

Für Schulleiter/innen und Lehrpersonen werden die Berichte erstmals über die Erhebungsplattform PLATO zur Verfügung gestellt. Schüler/innen können die individualisierten Rückmeldungen weiterhin auf der Onlineplattform für die Rückmeldung der Standardüberprüfung beziehen. Musterrückmeldungen mit fiktiven Werten sind als Downloads frei zugänglich.

Wann fand die Standardüberprüfung statt?

Um die Vergleichbarkeit der gewonnenen Ergebnisse zu gewährleisten, ist es notwendig, die Kompetenzfeststellung österreichweit an allen beteiligten Schulen möglichst am selben Testtag durchzuführen. Vom Bundesministerium für Bildung (BMB, nunmehr BMBWF) wurde der 15. Mai 2018 als regulärer Testtermin festgesetzt. In begründeten Ausnahmefällen konnten Schulen den Ersatztermin am 24. Mai 2018 in Anspruch nehmen.

Wer nahm an der Überprüfung teil?

Laut Bildungsstandard-Verordnung erfolgte die Standardüberprüfung auf der 4. Schulstufe an allen öffentlichen und privaten mit auf Dauer verliehenem Öffentlichkeitsrecht ausgestatteten Volksschulen. Gemäß BIFIE-Gesetz nahmen alle Schüler/innen der 4. Schulstufe an der Überprüfung teil. Ausgenommen waren lediglich:

  • Schüler/innen, die im Testfach nach dem Lehrplan der Sonderschule oder nach dem Lehrplan einer niedrigeren Schulstufe unterrichtet wurden
  • Schüler/innen, die den Status einer außerordentlichen Schülerin/eines außerordentlichen Schülers hatten
  • Schüler/innen mit Körper- oder Sinnesbehinderung, sofern sie selbst mit den im Unterricht und bei der Standardüberprüfung zur Verfügung gestandenen Unterrichts- oder Hilfsmitteln die gestellten Aufgaben nicht lösen konnten

Was wurde in Mathematik wie überprüft?

Den Bildungsstandards für Mathematik liegt ein Kompetenzmodell zugrunde, das die Kompetenzen in Mathematik strukturiert – und zwar nach vier allgemeinen Kompetenzen (mathematischen Handlungen) und vier inhaltlichen Kompetenzen (mathematischen Inhalten).

Allgemeine mathematische Kompetenzen Inhaltliche mathematische Kompetenzen
AK 1: Modellieren IK 1: Arbeiten mit Zahlen
AK 2: Operieren IK 2: Arbeiten mit Operationen
AK 3: Kommunizieren IK 3: Arbeiten mit Größen
AK 4: Problemlösen IK 4: Arbeiten mit Ebene und Raum

Durch die Kombination von allgemeinen bzw. inhaltlichen Kompetenzen entsteht ein Gitter mit 16 Knoten. Jedes Item (Testaufgabe), das bei der Standardüberprüfung zum Einsatz kommt, ist jeweils einem Knoten, also einem allgemeinen und einem inhaltlichen Kompetenzbereich des Modells, zugeordnet.

Die freigegebenen Items der Standardüberprüfungen geben einen guten Eindruck davon, welche Art von Testaufgaben (Items) verwendet wurde, um die einzelnen Kompetenzen abzudecken. Die freigegebenen Items zeigen auch beispielhaft, wie Items bestimmten Kompetenzstufen zugeordnet werden.

Jede Schülerin/jeder Schüler bearbeitete bei der Überprüfung zwei Testhefte, wofür 80 Minuten Zeit zur Verfügung standen (mit einer Pause nach dem ersten Testheft).

Antwortformate

Im Rahmen der Überprüfungen wurden Test-Items mit folgenden unterschiedlichen Antwortformaten eingesetzt:

Offenes Antwortformat

Beim offenen Antwortformat generierten die Schüler/innen ihre Antwort selbst. Diese Items überließen es vollständig der Schülerin/dem Schüler, wie sie/er die Aufgabenstellung löste. Die Aufgabenlösung konnte verbal frei gestaltet werden. Die Schüler/innen begründeten z. B. ihre Meinung oder beschrieben ihren Lösungsweg.

Halboffenes Antwortformat

Auch halboffene Items überließen die Antwortformulierung der Schülerin/dem Schüler. Die Aufgabe wurde jedoch im Unterschied zum offenen Item so präzise gestellt, dass die Antwort mit geringem Aufwand als richtig oder falsch bewertet werden konnte. Solche Items verlangten von den Schülerinnen und Schülern kurze Antworten, wie z. B. eine Zahl oder eine Konstruktion.

Geschlossenes Antwortformat

Beim geschlossenen Antwortformat standen den Schülerinnen und Schülern zu einer Frage mehrere vorformulierte Antworten zur Auswahl. Die Antworten werden eingescannt und elektronisch weiterverarbeitet.

  • Richtig-falsch-Items (zum Ankreuzen) bestanden aus einer Aussage und zwei Antwortalternativen („richtig“ oder „falsch“/“ja“ oder „nein“), von denen eine zutraf. Um die Ratewahrscheinlichkeit zu minimieren, wurden solche Items nur blockweise vorgelegt.
  • Multiple-Choice-Items (zum Ankreuzen): Die Schülerin/der Schüler musste aus mehreren zur Wahl gestellten Antwortmöglichkeiten diejenige auswählen, die sie/er für richtig hielt.

Wie lief die Überprüfung in der Klasse ab?

Die Standardüberprüfung begann am Testtag in der Regel mit dem Beginn des Vormittagsunterrichts und dauerte (einschließlich Instruktionen, Erklärungen und Pausen) etwa drei Unterrichtseinheiten.

Hier zur Illustration schematisch der Ablauf der Überprüfung:

Testablauf M4-Standardüberprüfung

Testablauf M4-Standardüberprüfung

Bei der Überprüfung der Kompetenzen in Mathematik wurden schriftliche Verfahren („Papier-und-Bleistift-Tests“) eingesetzt. Jede Schülerin/jeder Schüler bearbeitete bei der Überprüfung ca. 70 Items (= Testaufgaben) bzw. zwei Testhefte zu je 40 Minuten. Damit wurde die Testzeit je Schüler/in so kurz wie möglich gehalten und gleichzeitig sichergestellt, dass ausreichend Informationen von jeder Schülerin und jedem Schüler vorliegen, um zuverlässige und informative Rückmeldungen über die Ergebnisse an alle Zielgruppen (Schüler/innen, Lehrer/innen, Schulleitungen) geben zu können.

Im Anschluss an den Test bearbeiteten die Schüler/innen einen kurzen Kontextfragebogen. Er gibt Auskunft über das Vorhandensein und das Ausmaß jener Faktoren, die zur Erklärung des Kompetenzerwerbs beitragen können. Sowohl das Bundesministerium für Bildung, Wissenschaft und Forschung (BMBWF) als auch die Schulpartner wurden über den Inhalt des Fragebogens vom BIFIE informiert.

Wer führte die Überprüfung durch?

Die Überprüfung wurde im Sinne einer objektiven Testdurchführung von geschulten Testleiterinnen/Testleitern standardisiert durchgeführt. Diesbezüglich wurde zwischen internen und externen Testleiterinnen/Testleitern unterschieden. In etwa 93 % der Klassen wurde die Überprüfung von Lehrerinnen und Lehrern der eigenen Schule administriert („interne Testleitung“). Als Qualitätssicherungsmaßnahme führten an einer Stichprobe von etwa 7 % der Klassen Lehrer/innen einer anderen Schule die Überprüfung durch („externe Testleitung“).

Wie wurde der Datenschutz sichergestellt?

Im Zuge der Standardüberprüfung wurden vom BIFIE ausschließlich pseudonymisierte Daten erhoben. Die Datenerhebung erfolgte mit zweigeteiltem Schlüssel auf Schülerebene: Das heißt, das BIFIE hat Zugang zur Schüler-ID und zu den Ergebnissen, nicht aber zu den Schülernamen. Die Schulleitung kennt die Schüler-ID und die dazugehörigen Schülernamen, kann den einzelnen Schülerinnen und Schülern jedoch keine Ergebnisse zuordnen.

Das BIFIE hält sich mit diesem Vorgehen an die Vorgaben des Datenschutzgesetzes und an die Empfehlungen der Datenschutzbehörde.

Weiterführende Informationen