PISA 2012

Der PISA-Test 2012 fand im Frühjahr 2012 statt. Zum zweiten Mal stand dabei (nach PISA 2003) die Mathematikkompetenz im Mittelpunkt. Darüber hinaus wurde die Problemlösekompetenz der Jugendlichen erfasst. Neu war, dass der Problemlösetest ausschließlich am Computer stattfand.

Der PISA-Test 2012 stellt die zweite Erhebung innerhalb des zweiten neunjährigen Zyklus dar, der mit PISA 2009 (Leseschwerpunkt) begonnen hat. Im Mittelpunkt bei PISA 2012 steht die Mathematikkompetenz der Schüler/innen, das heißt, circa die Hälfte aller Aufgaben stammt aus diesem Bereich, je ein Viertel der Aufgaben wird für Lesen und Naturwissenschaft eingesetzt. Damit ist Mathematik zum zweiten Mal (nach PISA 2003) der PISA-Schwerpunkt und der Vergleich der Ergebnisse dieser beiden Erhebungen wird in Bezug auf die Kompetenzentwicklung in Mathematik besonders interessant. Weltweit nahmen an PISA 2012 66 Länder (34 OECD- und 32 Partnerländer) teil.

Zielgruppe beim Haupttest zu PISA 2012 waren Schüler/innen des Jahrgangs 1996 (ab der 7. Schulstufe). In Österreich wurde eine Zufallsstichprobe von rund 5000 Schülerinnen und Schülern aus 191 Schulen aller Schulsparten gezogen. Pro Schule wurden max. 35 Schüler/innen ausgewählt.

Ablauf Testsitzung PISA 2012

Ablauf Testsitzung PISA 2012

Neben Mathematik, Lesen und Naturwissenschaft wird bei PISA 2012 (wie bereits bei PISA 2003) die fächerübergreifende Problemlösekompetenz der Jugendlichen erfasst. Der Problemlösetest wird dabei ausschließlich am Computer durchgeführt. Somit ist es möglich, die Interaktionen der Jugendlichen mit den Problemstellungen zu untersuchen und die Prozesse, die bei der Lösung einer Aufgabe ablaufen, zu analysieren. Der Computertest beinhaltete neben den Problemlöseaufgaben auch Mathematik- und Leseaufgaben und dauerte 40 Minuten. Maximal 18 Schüler/innen aus der PISA-Stichprobe wurden per Zufall für diesen Test ausgewählt. Der Computertest fand nach einer einstündigen Pause im Anschluss an den herkömmlichen PISA-Test statt und wurde überwiegend auf Schulcomputern durchgeführt.

Ergänzend zu den Testaufgaben wurden bei PISA Fragebögen für Schüler/innen und Schulleiter/innen eingesetzt, mit deren Hilfe wichtige Kontextinformationen erhoben werden, die im Zusammenhang mit den Schülerleistungen stehen (z. B. demografische Daten, Einstellungen zu Mathematik, Nutzung moderner Informations- und Kommunikationstechnologien, Basisdaten zur Schule, Ressourcen etc.). Der Schulleiter-Fragebogen stand bei PISA 2012 erstmals online zur Verfügung.

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