Implementierung

Die Implementierung der Bildungsstandards als Ausdruck eines neuen, an den Lernfortschritten der Schüler/innen orientierten Lehr- und Lernverständnisses setzt vielfältige Unterstützungsleistungen voraus, die Lehrkräften die Neuausrichtung unterrichtlicher Praktiken erleichtern. Vom BIFIE entwickelte und koordinierte Begleit- und Fortbildungsmaßnahmen tragen diesem Erfordernis in umfassender Weise Rechnung.

Mit der Einführung der Bildungsstandards geht eine tiefgreifende Veränderung der Unterrichtskultur einher, die Pädagoginnen und Pädagogen vor große Herausforderungen stellt. Stärkere Ergebnisorientierung, der nachhaltige Aufbau grundlegender Kompetenzen und die gezielte Förderung jeder/jedes einzelnen Lernenden bedingen ein Umdenken bei der Planung und methodisch-didaktischen Gestaltung von Unterricht. Um Praktiker/innen bei dieser anspruchsvollen Aufgabe zu unterstützen, ist eine flächendeckende, langfristig konzipierte und bundesweit akkordierte Fortbildungsoffensive seitens der Pädagogischen Hochschulen nötig, die diesen Paradigmenwechsel befördert.

Zugleich hat das BIFIE seinem gesetzlichen Auftrag entsprechend die Implementation der Bildungsstandards unterstützend zu begleiten. Auf dieser Grundlage wurden von Expertinnen und Experten des schulischen, pädagogischen und fachwissenschaftlichen Bereichs Konzepte und Materialien entwickelt sowie Maßnahmen gesetzt, die die dauerhafte Verankerung der Standards im Unterricht sicherstellen sollen. Diese umfassen insbesondere

  • die Information aller beteiligten Personengruppen und Systemebenen über Bildungsstandards als dynamisches Instrument der Schul- und Unterrichtsentwicklung,
  • die Publikation und fortlaufende Aktualisierung unterrichtsnaher Lehr-, Lern- und Begleitmaterialien (Praxishandbücher, Themenhefte, Aufgabensammlungen, Leitfäden, Broschüren, Videovignetten etc.) in gedruckter bzw. elektronischer Form,
  • Informations- und Fortbildungsveranstaltungen für Multiplikatorinnen und Multiplikatoren, Führungskräfte (LSI, BSI, Schulleiter/innen) und Lehrende an Pädagogischen Hochschulen,
  • die Entwicklung und Betreuung von Diagnoseinstrumenten zur Informellen Kompetenzmessung (IKM), die Lehrkräften Lernstandserhebungen auf Schüler- und Klassenebene ermöglichen und damit wesentlich zur gezielten Förderung der Lernenden im Unterricht beitragen.