Rechtliche Grundlagen

Die gesetzliche Verankerung der Bildungsstandards im Paragraphen 17 des Schulunterrichtsgesetzes (SchUG), die Verordnung zu den Bildungsstandards (BGBl. II Nr. 1/2009) und ihre Novelle (BGBl. II Nr. 282/2011) legen Ergebnisorientierung, nachhaltigen Kompetenzenaufbau und gezielte individuelle Förderung als verpflichtende Unterrichtsprinzipien fest. Darüber hinaus schafft die Gesetzesnovelle ein Instrument der Qualitätssicherung auf Systemebene und Voraussetzungen für eine neue Form von Steuerungsmaßnahmen (evidence-based policy).

Dem Bundesinstitut für Bildungsforschung, Innovation & Entwicklung des österreichischen Schulwesens (BIFIE) kommt laut Gesetz die Aufgabe zu, die Einführung der Bildungsstandards zu unterstützen und „im Rahmen seiner Basiszuwendung [...] Vorsorge für die Tätigkeiten im Bereich der Bildungsstandards zu treffen“ (Erläuterungen zur Änderung des Schulunterrichtsgesetzes). Dieser Auftrag umfasst unter anderem

  • die Entwicklung und Durchführung geeigneter Implementierungs-, Begleit- und Fortbildungsmaßnahmen auf sämtlichen Akteursebenen,
  • die Erstellung und Erprobung von Selbstevaluationsinstrumenten für alle involvierten Fachbereiche (Volksschule, Hauptschule und AHS),
  • die Durchführung periodischer Baseline- und Standardüberprüfungen auf der 4. und 8. Schulstufe sowie laufendes Itembanking,
  • die Koordination, Steuerung und Evaluation weiterer Entwicklungsarbeiten (insbesondere die Entwicklung und Implementierung von Bildungsstandards im Bereich der Naturwissenschaften).

Weiterführende Informationen zu den gesetzlichen Grundlagen der Bildungsstandards und zu den Kernaufgaben des BIFIE sind über die angeführten Links verfügbar.