Indikatoren­daten­bank

Indikatorendatenbank des BIFIE

In der Indikatorendatenbank des BIFIE finden Sie statistische Informationen des BIFIE zum österreichischen Schulsystem. Diese basieren derzeit auf den nationalen (Bildungsstandardüberprüfung) und künftig auch auf den internationalen Leistungserhebungen (PIRLS, TIMSS, PISA).

Die präsentierten Inhalte wurden qualitätsgesichert und haben sich in Inhalt und Darstellung bereits in diversen Präsentationen und Publikationen bewährt. Die Indikatorendatenbank stellt einen einfachen und verlässlichen Zugang dazu bereit. Zu jeder Darstellung finden Sie methodische Hinweise und einen Link zu einer Excel-Datei mit den Datenwerten am Seitenende.

 

zur Indikatorendatenbank

Zielgruppen

Die Indikatorendatenbank richtet sich an die interessierte Öffentlichkeit, Bildungsforscher/innen sowie Bildungspolitik und Bildungsverwaltung.

Features

  • Öffentlich verfügbar
  • Einfache Bedienung
  • Hoher Detailgrad
  • Alle Kennwerte zum Download in Excel-Dateien
  • Methodische und statistische Hintergrundinformationen
  • Qualitätsgesichert
  • Zitierfähig

Angebote der IDB

Anfang 2020 wurden folgende Informationen in der Indikatorendatenbank veröffentlicht:

Einzelkriterien (Bildungsstandardüberprüfungen 2012–2018):

  • Kompetenzstufenverteilungen
  • Fachliches Selbstkonzept und Lernfreude der Schüler/innen

Differenzwerte und Zusammenhänge:

  • Geschlechterdifferenzen im Zyklus 1 der Bildungsstandards (2012–2016)
  • Wirkung sozialer Einflussfaktoren auf die Kompetenzwerte

Der Indikatorenbestand wird laufend erweitert.

Zusätzliche Informationen

Alle Informationen und Darstellungen in der Indikatorendatenbank sind unter Wahrung des Urheberrechts des BIFIE frei verfügbar für Speicherung, Weitergabe, Vervielfältigung und Weiterverarbeitung. Hinweise zur Zitation finden Sie auf der Indikatoren-Website.

Informationen zu den Daten der Bildungsstandardüberprüfungen finden Sie außerdem unter http://www.bifie.at/fdb.

Weiterführende Informationen




Aktuelle Ergebnisse: Standard­über­prüfung Englisch, 8. Schulstufe (2019)

Ergebnisse der Standardüberprüfung Englisch, 8. Schulstufe (2019) im Überblick

Im Frühjahr 2019 haben mehr als 74.200 Schüler/innen an ca. 1.380 öffentlichen und privaten mit auf Dauer verliehenem Öffentlichkeitsrecht ausgestatteten Schulen (allgemeinbildende Pflichtschulen und allgemeinbildende höhere Schulen) an der Überprüfung der Bildungsstandards im Fach Englisch auf der 8. Schulstufe teilgenommen. Die Kompetenzen Lesen und Hören in Englisch wurden nach 2013 zum zweiten Mal flächendeckend überprüft, sodass ein Vergleich der Ergebnisse möglich ist. Die Kompetenz Schreiben wurde an einer Stichprobe von 7.647 Schülerinnen und Schülern untersucht.

Die Ergebnisse der Standardüberprüfung geben Schulen und dem Schulsystem Auskunft darüber, wie gut die nachhaltige Vermittlung von grundlegenden Kompetenzen in der lebenden Fremdsprache Englisch gelingt, und bieten eine wichtige Basis für gezielte Qualitätsentwicklung am Schulstandort.

Schüler/innen können ihre Ergebnisse über https://bist-rm.bifie.at abrufen. Für Schulleiter/innen, Lehrer/innen und die Schulaufsicht stehen die für sie relevanten individualisierten Berichte auf der Erhebungsplattform PLATO unbefristet zur Verfügung.

 

Zur Onlinerückmeldung der Standardüberprüfung E8

 

Für die Öffentlichkeit sind die zusammengefassten Ergebnisse der Standardüberprüfung 2019 auf Bundes- und Landesebene über die BIFIE-Website bereitgestellt. Diese können im Bereich Bundes- und Landesergebnisberichte zu den Standardüberprüfungen abgerufen werden.

Für Interessierte steht auf der BIFIE-Website außerdem jeweils ein Musterexemplar mit fiktiven Werten des Schulberichts, der Rückmeldung an die Lehrer/innen sowie der Schülerrückmeldung zur Verfügung.

Die wichtigsten Ergebnisse im Überblick

  • Sehr hohe und im Vergleich zu früheren Erhebungen deutlich gesteigerte Erreichung der durch die Bildungsstandards ausgedrückten Ziele in allen Kompetenzbereichen.
  • Deutlich weniger Schüler/innen auf unterstem Kompetenzniveau bei gleichzeitigem Anstieg an Schülerinnen und Schülern auf höchstem Kompetenzniveau.
  • Mittelschulen verzeichnen stärkere Zugewinne als AHS.
  • Starke Ausprägung der Kompetenzsteigerungen bei leistungsschwächeren Gruppen.
  • Angleichung der Leistungen in den Bundesländern.

Die Kompetenzen der Schüler/innen in Englisch am Ende der 8. Schulstufe

Schüler/innen, die die Bildungsstandards in Englisch am Ende der 8. Schulstufe erreichen, beherrschen in unterschiedlichen Situationen zu ihnen vertrauten Themenbereichen (z. B. Freunde, Hobbys) den dazu benötigten Wortschatz und die sprachlichen Mittel in ausreichender Weise. Die Kompetenzen wurden durch standardisierte und bundesweit einheitliche Beispiele überprüft und orientieren sich am Gemeinsamen Europäischen Referenzrahmen für Sprachen (GERS). Die Bildungsstandards beschreiben als Regelstandards fachliche Grundkompetenzen auf den GERS-Niveaus A2 und B1. Für die Kompetenzbereiche Lesen und Hören gelten dabei folgende Definitionen:

  • Die für die Sekundarstufe 1 angestrebten Kompetenzen zeigen Schüler/innen, die …
    • das Referenzniveau B1 erreichen oder übertreffen. Sie können Texte oder Hörsituationen zu ihnen vertrauten Themen verstehen, in denen vor allem sehr gebräuchliche Alltagssprache vorkommt (z. B. private Schreiben, in denen von Ereignissen berichtet wird).
    • das Referenzniveau A2 Sie können in einfachen Alltagssituationen oder -texten
      (z. B. Prospekte) mit konkreten, vorhersehbaren Informationen umgehen und bspw. kurze, einfache persönliche Schreiben verstehen.
  • Schüler/innen, die auf oder unter dem Referenzniveau A1 liegen, bleiben hinter den Regelstandards zurück. Jugendliche auf Niveau A1 können vertraute Namen und Wörter sowie sehr einfache, kurze Sätze verstehen (z. B. auf Schildern oder Plakaten).

Deutliche Steigerung in allen Kompetenzbereichen seit 2013

Die Überprüfung 2019 zeigt für alle Kompetenzbereiche der lebenden Fremdsprache Englisch eine sehr hohe und im Vergleich zu früheren Erhebungen (2013, 2009) deutlich gesteigerte Erreichung der durch die Bildungsstandards ausgedrückten Ziele von Schule und Unterricht. Die für die 8. Schulstufe als Regel angestrebten Kompetenzen werden in den rezeptiven Fertigkeiten Lesen und Hören in großer Breite erreicht und auch die produktiven Schreibkompetenzen zeigen eine stark steigende Tendenz.

Lesen Hören Schreiben
2019 2013 2019 2013 2019 2013
Mittelwert (Punkte) 553 524 587 536 533 495
Verteilung der Schüler/innen auf die GERS-Niveaus (%)
B1 oder höher 42 33 66 49 44 30
A2 54 53 32 48 33 33
A1 oder darunter 4 14 1 3 23 37

Deutlich weniger schwache Schüler/innen, markanter Anstieg im oberen Leistungsspektrum

In Lesen erreichten Schüler/innen im Jahr 2019 durchschnittlich 553 Punkte, 29 Punkte mehr als noch 2013. In Hören wurde die bedeutsamste Verbesserung erreicht – die mittleren Leistungen stiegen um 51 Punkte auf 587 Punkte. In Schreiben wurden 2019 im Mittel 533 Punkte erreicht, was einen Anstieg von plus 38 Punkten im Vergleich zu 2013 bedeutet. Folglich erreichen oder übertreffen 2019 in allen Kompetenzbereichen mehr Schüler/innen das Referenzniveau B1. Nur wenige Schüler/innen liegen auf dem Referenzniveau A1 oder darunter und erreichen somit die Bildungsstandards nicht.

Insbesondere in den rezeptiven Fertigkeiten Lesen und Hören erreichten fast alle Schüler/innen die Bildungsstandards. Dabei ging der Anteil der Gruppe der schwachen Leser/innen in Englisch im Vergleich zu 2013 um mehr als zwei Drittel zurück. In Schreiben lagen 2019 23 % der Schüler/innen unter dem Referenzniveau A1 oder darunter und konnten somit in der schriftlichen Kommunikation auch einfache Alltagssituationen nicht bewältigen (2013 waren es noch 37 %). Somit ist Englisch Schreiben, gemessen an den in den Bildungsstandards verankerten Zielen, eine relative Schwäche bei den österreichischen Schülerinnen und Schülern. Im Vergleich zu Englisch Lesen oder Hören erreicht ein höherer Anteil der Schüler/innen die Regelziele der Sekundarstufe 1 nicht.

Um die starken Veränderungen der Kompetenzen im Fach Englisch zu bewerten, müssen sowohl schulische als auch förderliche außerschulische Entwicklungen berücksichtigt werden. Die Bedeutung und Präsenz der englischen Sprache im Alltag, den Medien und der Lebenswelt Jugendlicher hat in den letzten Jahren stark zugenommen. Auch der Englischunterricht unterlag, teilweise im Zusammenhang mit den genannten Änderungen, einer anhaltenden Modernisierung.

Stärkere Zugewinne in den Mittelschulen im Vergleich zu AHS

Die Unterschiede zwischen APS- und AHS-Schülerinnen und -Schülern verringerten sich im Vergleich zu früheren Erhebungen in allen Kompetenzbereichen. Die Schüler/innen der AHS erreichen zwar erwartungsgemäß durchschnittlich höhere Punktwerte in den Englischkompetenzen als Schüler/innen der APS (Mittelschule, Volksschuloberstufe). Während sich aber in Hören sowohl die Schüler/innen in den APS und AHS verbesserten (APS von 496 auf 548 Punkte; AHS von 619 auf 658 Punkte), steigerten sich in Lesen die APS-Schüler/innen deutlich (von 485 auf 524 Punkte), die AHS-Schüler/innen nur unbedeutend (2019: 606 Punkte, 2013: 603 Punkte). In Schreiben verbesserten sich die Leistungen der APS-Schüler/innen deutlich von 456 auf 502 Punkte, die AHS-Schüler/innen steigerten sich leicht von 576 auf 590 Punkte.

In den AHS werden die Ziele des Englischunterrichts von nahezu allen Schülerinnen und Schülern erreicht. Auch in den APS zeigt sich ein hohes Ausmaß der Zielerreichung in Englisch und nur relativ wenige Schüler/innen bleiben hinter den Bildungsstandards in Lesen und Hören zurück. In den AHS liegen in Lesen etwa zwei Drittel der Schüler/innen (69 %) auf Niveau B1 oder darüber, etwa ein Drittel (31 %) erreicht Niveau A2. In den APS erreicht etwa ein Viertel (27 %) mindestens das Niveau B1, zwei Drittel (66 %) erreichen das Niveau A2. Die angestrebten Lernziele in Englisch Lesen am Ende der 8. Schulstufe verfehlen ebenfalls nur wenige Schüler/innen der APS – nur 6 % liegen in Lesen auf GERS-Niveau A1 oder darunter. Wie bei Lesen zeigen sich auch bei Hören klare Differenzen zwischen den Schulsparten. In den AHS erreicht mit 92 % ein überwiegender Anteil der Schüler/innen Niveau B1 oder darüber. Die restlichen 8 % liegen auf Niveau A2. In den APS erreicht etwas mehr als die Hälfte (53 %) Niveau B1. Weitere 46 % der Schüler/innen erreichen Niveau A2. Nur 2 % der APS-Schüler/innen bleiben mit Niveau A1 (oder darunter) hinter den curricularen Zielen der Pflichtschule zurück.

Der Kompetenzbereich Englisch Schreiben ist für beide Schulformen eine relative Schwäche. In den AHS sind 71 % der Schüler/innen der 8. Schulstufe auf Niveau B1 oder darüber einzustufen, 25 % erreichen Niveau A2, nur 4 % liegen auf Niveau A1 oder darunter. In den Pflichtschulen erreichen 30 % Niveau B1 oder liegen darüber, 37 % erreichen Niveau A2. Mit 33 % der Pflichtschüler/innen auf Niveau A1 oder darunter erreicht in Schreiben in den Pflichtschulen jede dritte Schülerin/jeder dritte Schüler die Bildungsziele in Englisch Schreiben nicht.

Kompetenzsteigerungen bei den leistungsschwächeren Gruppen stärker ausgeprägt

Deutliche Steigerungen in den Englischkompetenzen zeigen sich vor allem bei den leistungsschwächeren Gruppen der Schüler/innen. Die relativ starken Verbesserungen von Schülerinnen und Schülern mit Migrationshintergrund bzw. von Jugendlichen, deren Eltern einen Schulabschluss unter Maturaniveau haben, trugen sowohl zu den insgesamt verbesserten Leistungen als auch zur Reduktion der Schulspartenunterschiede bei. Dies gilt insbesondere für Englisch Lesen und Schreiben. Die Reduktion der Leistungsunterschiede fiel im Hinblick auf das Geschlecht dagegen nur gering aus.

Mädchen schneiden im Fach Englisch besser ab als Burschen. In der kombinierten Skala zur Englischkompetenz (Lesen, Hören und Schreiben) veränderte sich die Geschlechterdifferenz in statistisch unbedeutendem Ausmaß. Sowohl Mädchen als auch Burschen verbesserten sich von 2013 auf 2019, die Mädchen um 38 Punkte und die Burschen um 41 Punkte. Die Differenz zwischen Mädchen und Burschen ist mit 31 Punkten 2019 im Vergleich zu 2013 mit 34 Punkten nicht wesentlich geringer.

Schüler/innen mit Migrationshintergrund weisen im Schnitt niedrigere Kompetenzen auf als Jugendliche ohne Migrationshintergrund. Allerdings erklären sich die Unterschiede nahezu vollständig durch den im Mittel geringeren sozioökonomischen Status von Familien mit Migrationshintergrund. Die Differenz zwischen den beiden Gruppen reduzierte sich seit 2013 in Lesen um 12 Punkte auf 28 Punkte, in Hören geringfügig um 4 Punkte auf 35 Punkte und in Schreiben um 16 Punkte auf 22 Punkte. Ungeachtet des verbleibenden Gruppenunterschieds in Punkten ist auch bei den Schülerinnen und Schülern mit Migrationshintergrund der Anteil der Gruppe, die Lernziele nicht erreicht (auf A1 oder niedriger), in Lesen und Hören gering – bei Lesen bis zu 7 % der Gruppe und bei Hören nicht mehr als 2 %. In Schreiben ist dieser Anteil höher, nämlich 30 % bei Jugendlichen mit Migrationshintergrund und 21 % bei jenen ohne Migrationshintergrund. Der Anteil der Schüler/innen mit Leistungen auf Niveau B1 oder darüber ist bei den Schülerinnen und Schülern mit Migrationshintergrund in allen Bereichen um ca. 10 bis 15 Prozentpunkte geringer.

Betrachtet man den Bildungshintergrund der Eltern, für den sich auch hier in allen Subgruppen in Lesen und Hören nur geringe Anteile an Schülerinnen und Schülern, die das Niveau A1 nicht übertreffen. In Schreiben zeigt sich allerdings ein deutlicher Unterschied. Während 42 % der Schüler/innen mit Eltern mit maximal Pflichtschulabschluss Leistungen auf dem Niveau A1 oder darunter aufweisen, sind es bei Schülerinnen und Schülern mit Eltern mit universitärem Abschluss nur 12 %. Die Anteile an Schülerinnen und Schülern mit Leistungen auf Niveau B1 oder darüber sind umso höher, je höher der Bildungsabschluss der Eltern ist. Die Differenz zwischen Jugendlichen, deren Eltern einen Schulabschluss auf bzw. unter Maturaniveau haben, reduzierte sich seit 2013 in Lesen um 26 Punkte auf 42 Punkte, in Hören um 13 Punkte auf 58 Punkte und in Schreiben um 26 Punkte auf 43 Punkte.

Angleichung der Leistungen in den Bundesländern

Die Unterschiede in den Englischkompetenzen zwischen den Bundesländern fallen moderat aus und haben praktisch geringe Bedeutsamkeit. Differenzen zwischen Bundesländern erklären sich zu einem großen Teil durch Unterschiede in der Zusammensetzung der Schülerschaft. Insbesondere mit Blick auf die familiäre Herkunft der getesteten Jugendlichen sind die Bundesländer unterschiedlich heterogen. Für einen Kompetenzvergleich zwischen den Bundesländern ist aufgrund der unterschiedlichen Strukturen nur ein Vergleich der jeweiligen gesamten Schülerschaft, d. h. AHS und APS zusammen, aussagekräftig.

  • Im Vergleich zu 2013 zeigen alle Bundesländer in Englisch eine deutliche Reduktion der Gruppe der schwachen Leser/innen, deren Anteil in nahezu allen Bundesländern um zwei Drittel zurückgegangen ist. Sie sind in allen Bundesländern ca. gleich hoch wie in Österreich. Auch die Anteile der Schüler/innen mit hohen Lesekompetenzen in Englisch sind in allen Bundesländern stark gestiegen.
  • Die Leistungsmittelwerte in Punkten für die Bundesländer in Englisch Lesen haben sich seit 2013 einander angenähert. Die deutliche Verbesserung der Schülerleistungen lässt das Burgenland vom Mittelfeld zum Spitzenreiter aufrücken. Schüler/innen aus Kärnten und der Steiermark zeigen nach wie vor vergleichsweise niedrige Lesekompetenzen, obwohl die Steiermark den höchsten Wert im Zuwachs verzeichnet.
  • In allen Bundesländern erreichen in Englisch Hören mehr als 98 % der Jugendlichen zumindest das GERS-Referenzniveau A2. Jugendliche mit hohen Kompetenzen (B1 oder darüber) sind anteilsmäßig am stärksten in Salzburg (71 %) vertreten. Am geringsten sind die Anteile hochkompetenter Jugendlicher (B1 oder darüber) in Kärnten (62 %).

Wohlbefinden und Motivation der Schüler/innen

Im Rahmen der Überprüfung der Bildungsstandards wurden die Schüler/innen auch zu ihrem Wohlbefinden und der fachbezogenen Motivation befragt. Insgesamt zeigen die Daten eine hohe Zufriedenheit mit der Schule, die im Vergleich zu 2013 leicht gestiegen ist.

  • 59 % der Schüler/innen der Sekundarstufe 1 geben an, gern oder sehr gern in die Schule zu gehen, etwa ein Viertel (27 %) äußert sich neutral.
  • Etwas mehr als drei Viertel der Schüler/innen äußern sich in Bezug auf ihre Klasse positiv.
    Nur 9 % geben an, (sehr) unzufrieden mit ihrer Klasse zu sein.
  • 93 % aller Schüler/innen betrachten die eigene soziale Eingebundenheit in der Schule als eher hoch oder hoch.

Österreichs Jugendliche zeigen in beiden Schulsparten (AHS und APS) ein hohes Selbstkonzept in Englisch und geben an, große oder eher große Freude zu haben, womit ihre Selbstwahrnehmung konsistent zur hohen Zielerreichung im Hinblick auf die Kompetenzen ist.

  • 76 % der Schüler/innen sind von ihren Fähigkeiten im Fach Englisch überzeugt. Für sehr wenig kompetent in Englisch halten sich österreichweit 4 % der Schüler/innen.
  • Knapp über 60 % der Schüler/innen ordnen ihre Freude am Fach Englisch in die Kategorien hoch und eher hoch ein.

Rückmeldung an Schulen und Ausblick

Als Grundlage für Schul- und Unterrichtsentwicklung bekommen die an der Überprüfung beteiligten Schulleitungen und Lehrpersonen Feedback zu den Kompetenzen ihrer Schüler/innen in Englisch sowie zu relevanten Kontextfaktoren wie der Freude am Fach Englisch oder dem Wohlbefinden in der Schule.

Als nationale Leistungsmessung wird künftig das Instrument der Informellen Kompetenzmessung (IKM) weitergeführt und zur individuellen Kompetenzmessung PLUS (iKMPLUS) ausgebaut, welche nach aktuellem Planungsstand ab dem Schuljahr 2021/22 flächendeckend umgesetzt werden soll. Grundlage dieser Messungen bleiben auch weiterhin die per Verordnung definierten Bildungsstandards.

Weiterführende Informationen und Hotline für Rückfragen

  • Um auf eventuelle Fragen zur Onlinerückmeldung bestmöglich einzugehen wurde eine Hotline eingerichtet. Sie ist unter der Nummer 0662-620088-3700 erreichbar.
  • Im Bundesergebnisbericht sind die Ergebnisse der Standardüberprüfung E8 2019 für Österreich insgesamt zusammengefasst.
  • In den Landesergebnisberichten sind die Ergebnisse für einzelne Bundesländer verfügbar.
  • Musterrückmeldungen mit fiktiven Werten geben Einblick in die Rückmeldung an Schulleiter/innen, Lehrer/innen und Schüler/innen.
  • Freigegebene Items zeigen verwendete Beispiele aus der Standardüberprüfung.
  • Auf der Seite zur Standardüberprüfung E8 2019 sind alle Informationen gesammelt verfügbar.



Evaluations­projekte




Das System Schule beobachten

Das System Schule beobachten

Mit seinen Produkten zu Bildungsmonitoring und -berichterstattung trägt das BIFIE wesentlich zur kontinuierlichen Beobachtung des Systems Schule bei. Erkenntnisse aus der Bildungsforschung und aus aktuellen Evaluationsprojekten geben neue Impulse, um das Schulwesen verstehen und entwickeln zu können. Die Bausteine der Systembeobachtung sind dabei nicht isoliert zu betrachten, sondern ergänzen einander. Der folgende Überblick soll das Zusammenspiel der Produkte des BIFIE und anderer Organisationen aufzeigen.

Aufgaben und Ziele

Bildungsmonitoring und -berichterstattung zielen darauf ab, ein umfassendes Bild des Status quo und der Qualität eines Schulsystems abzubilden. In einem sich stetig verändernden System ergibt sich dieses Bild nur aus der Zusammenschau von regelmäßig neu zu veröffentlichenden Daten und Fakten verschiedener Instrumente des Bildungsmonitorings. Dazu zählen etwa die Systemberichterstattung im Rahmen der Überprüfung der nationalen Bildungsstandards, die internationalen Studien PISA, PIRLS, TIMSS, TALIS und PIAAC oder die Schul- und Bildungsstatistiken der Statistik Austria. Vervollständigt wird die Beobachtung des Systems Schule durch neue Erkenntnisse der empirischen Bildungsforschung und aus wissenschaftlichen Evaluationen von bildungspolitischen Reformmaßnahmen. Der alle drei Jahre erscheinende Nationale Bildungsbericht zielt darauf ab, alle relevanten Quellen regelmäßig in einer Gesamtschau des Wissens zum Bildungsbereich zusammenzufassen und so an einem Ort die empirischen und wissenschaftlichen Grundlagen für evidenzbasierte Entscheidungen zu bündeln.

Die Beobachtung des Schulwesens als Gesamtsystem sorgt für Transparenz im Hinblick auf die Bildungsqualität und Zielerreichung unserer Schulen und die Qualität der Prozesse, auch im Verhältnis zu den aufgewandten Ressourcen. Die Systemperspektive erlaubt es allen Akteurinnen und Akteuren, die Situation in ihrem jeweiligen Handlungsbereich in einen größeren Zusammenhang einzuordnen, wobei internationale Studien eine Außenperspektive ermöglichen. Das Systemmonitoring stellt somit gezielt empirische Grundlagen für mittel- und langfristige bildungspolitische Planungen und das Handeln der Schulverwaltung bereit.

Internationale Vergleiche erlauben es, die Situation in Österreich aus einer Außenperspektive zu betrachten und zu erkennen, welche Entwicklungsziele für das Schulwesen realistisch sind. Systemmonitoring und -berichterstattung bieten für alle Ebenen – bis hin zum Schulstandort – nationale und regionale Referenzdaten, mit denen die eigene Situation eingeordnet werden kann. Auf Systemebene ist die Möglichkeit, Veränderungen über die Zeit erkennen zu können, ein entscheidender Beitrag der kontinuierlichen Beobachtung. Vorsicht ist geboten, wenn an Ergebnisse der Systembeobachtung der Anspruch gestellt wird, konkret über das Handeln der Akteurinnen und Akteure an den Schulen und im Unterricht zu informieren und pädagogische Handlungsoptionen vorzugeben.

Regelmäßige Systembeobachtung muss durch Forschung und Evaluation ergänzt werden. Ergebnisse wissenschaftlicher Forschung zielen darauf ab, neues Wissen in Schulen und Verwaltung einzubringen und somit Handlungsspielräume zu erweitern. Evaluationen zielen konkret darauf ab, laufende bildungspolitische Maßnahmen zu unterstützen und zu verbessern (formative Evaluation, wissenschaftliche Projektbegleitung) bzw. das Gelingen von Maßnahmen zu beurteilen (summative Evaluation).

Zielgruppen der Produkte

Die Produkte der Systemberichterstattung und Bildungsforschung wenden sich an die Akteurinnen und Akteure der Bildungspolitik und der Bildungsverwaltung auf Bundes- und Landesebene, an Wissenschafter/innen und Lehrerbildner/innen, interessierte Schulleiter/innen und Lehrer/innen sowie interessierte Akteurinnen und Akteure aus dem weiteren Umfeld des Schulsystems. Darüber hinaus sind Schlüsselpersonen der öffentlichen Meinungsbildung, z. B. Bildungsjournalistinnen und -journalisten, Schulpartner und Fachreferentinnen und -referenten der Sozialpartnerschaft sowie andere im Bildungsbereich involvierte zivilgesellschaftliche Organisationen ein wichtiges Zielpublikum. Die Produkte des BIFIE sind ein Angebot an diese Akteurinnen und Akteure, ihr Wissen durch die externe Beobachtung des Systems zu ergänzen und so neue Interpretationsmöglichkeiten zu erschließen.

Elemente der Systembeobachtung

Die Systembeobachtung in Österreich wird vom BIFIE durch folgende Aktivitäten unterstützt:

  • Beobachtung der Qualität von Schule im internationalen Vergleich: Seit 1995 nimmt Österreich an den internationalen Studien TIMSS (Trends in International Mathematics and Science Study), PIRLS (Progress in International Reading Literacy Study), PISA (Programme for International Student Assessment) und TALIS (Teach­ing and Learn­ing Inter­national Survey) teil.
  • Beobachtung der Qualität von Schule relativ zu den nationalen Zielen: Durch die regelmäßige Überprüfung der Bildungsstandards am Ende der Volksschule bzw. der Sekundarstufe 1 wird objektiv festgestellt, ob und in welchem Ausmaß Schüler/innen die gewünschten Kompetenzen erreichen und wie sich der Ist-Stand der Kompetenzen der Schüler/innen mit dem angestrebten Soll (Bildungsstandards) deckt. Die Berichterstattung auf Systemebene, die der bundesweiten und regionalen Qualitätsentwicklung dient, muss im Zusammenhang mit den über 6000 Rückmeldungen an Schulen und Lehrer/innen gesehen werden.
  • Bildungsberichterstattung: Der Nationale Bildungsbericht bietet alle drei Jahre eine umfassende und differenzierte quantitative Darstellung aller wichtigen Aspekte des Schulwesens in Österreich. Er bringt mit Band 1 verschiedene relevante Datenquellen zusammen und bietet damit eine Gesamtschau des statistischen Wissens zum Bildungsbereich. Band 2 bietet neue Expertisen führender österreichischer Bildungswissenschafter/innen zu zentralen Entwicklungsthemen und Problemfeldern des Schulwesens. Der Nationale Bildungsbericht ist Grundlage für die bildungspolitische Diskussion und Steuerung des Schulwesens in Österreich.
  • Bildungsforschung: Mit den Daten aus internationalen Studien und der Überprüfung der Bildungsstandards stellt das BIFIE der Forschung eine einzigartige Datenbasis zur Situation des Schulwesens in Österreich zur Verfügung. Auf dieser Basis trägt das BIFIE selbst wesentlich zur Bildungsforschung bei und bietet Wissenschafterinnen und Wissenschaftern eine Grundlage für Forschungsarbeiten.
  • Die Evaluations- und Begleitforschung begleitet wichtige bildungspolitische Reformen und evaluiert durchgeführte Maßnahmen. Damit entstehen für die Bildungspolitik einerseits wichtige Grundlagen für Entscheidungen, andererseits werden Daten und Zwischenergebnisse für laufende Feinsteuerungen von Innovationsmaßnahmen der Projektverantwortlichen generiert.

 

Die Angebote des BIFIE zu Bildungsmonitoring, -forschung und -evaluation ergänzen sich mit Angeboten anderer österreichischer Institute. Wichtige weitere Quellen zur Beobachtung des Schulwesens bietet die Statistik Austria an. Diese ist unter anderem für den Bereich Schulstatistik verantwortlich und stellt Daten auf Bundes- und Regionalebene zur Verfügung. Der Großteil der Daten wird jährlich aktualisiert und publiziert. Einen Überblick über die wichtigsten Statistiken und Publikationen der Statistik Austria sowie Informationen über das Angebot „Statcube“ finden Sie über die nachstehenden Links.

Weiterführende Informationen




Ergebnis­berichte zur Standard­überprüfung

Ergebnisberichte zur Standardüberprüfung

Die Ergebnisse der Standardüberprüfungen werden zum Zweck eines kontinuierlichen nationalen Bildungsmonitorings für jede Erhebung in Form von Bundes- und Landesergebnisberichten zusammengefasst, analysiert und der Öffentlichkeit und den für das Schulsystem Verantwortlichen zur Verfügung gestellt. Die Berichte stellen eine wichtige Evidenz als Basis für Steuerungsentscheidungen im Bildungswesen bereit.

Die Bundes- und Landesergebnisse aus der Standardüberprüfung werden jeweils ca. ein halbes bis ein Dreivierteljahr nach der Überprüfung in Form von Bundes- und Landesergebnisberichten veröffentlicht. Die Systemberichte zu den flächendeckenden Überprüfungen erlauben es für das Schulsystem als Ganzes und jeweils für die neun Bundesländer zu beobachten, inwieweit das Schulsystem die durch die Standards selbst gesetzten nationalen Ziele erreicht.

Die Landesergebnisberichte enthalten kommentierte Ergebnisse zu dem jeweiligen Bundesland. Darin werden die Ergebnisse verschiedener Schülergruppen zusammengefasst und Zusammenhänge zwischen Leistungen und Kontextfaktoren aufgezeigt. Die Analyse der Ergebnisse und die Schlussfolgerungen sind auch eine wesentliche Grundlage für die Planung der konkreten Fortbildungsmaßnahmen an den Pädagogischen Hochschulen.

Die Bundesergebnisberichte enthalten einen österreichweiten Überblick über die Erreichung der Bildungsstandards und zeigen, wie sich die Leistungen des Schulsystems seit den Ausgangsmessungen zu den Bildungsstandards (2009 und 2010) verändert haben. Ergebnisanalysen verschiedener Schülergruppen und Analysen zu den Zusammenhängen zwischen Leistungen und Kontextfaktoren in Österreich ergänzen die Ergebnisse.

Ergebnisberichte – Zweiter Zyklus

Ergebnisberichte – Erster Zyklus

Zyklusbericht

Der Sammelband "5 Jahre flächendeckende Bildungsstandardüberprüfungen in Österreich: Vertiefende Analysen zum Zyklus 2012 bis 2016" greift einige bildungspolitisch relevante Themen auf und präsentiert diese erstmals in der Zusammenschau über den gesamten Zyklus.

5 Jahre flächendeckende Bildungsstandardüberprüfungen in Österreich: Vertiefende Analysen zum Zyklus 2012 bis 2016 ist im Verlag Waxmann erschienen und im Waxmann Webshop erhältlich. Ein kostenloser Download der Publikation im Format PDF wird ebenfalls angeboten.

Mehr Informationen zur Publikation

Englisch, 8. Schulstufe (2013)

Bundesergebnisbericht

Bundesergebnisbericht E8 2013

Zu den Systemberichten zur Überprüfung der Bildungsstandards 2013 sind im Rahmen der Berichterstattung zur Überprüfung 2019 Korrekturen in den Leistungsdaten vorgenommen worden. Die bisherigen Berichte (2013) wurden nicht nachträglich korrigiert. Die Details zu den Änderungen sind in einem Erratum zusammengefasst.

Landesergebnisberichte

Landesergebnisbericht E8 2013 Burgenland

Landesergebnisbericht E8 2013 Kärnten

Landesergebnisbericht E8 2013 Niederösterreich

Landesergebnisbericht E8 2013 Oberösterreich

Landesergebnisbericht E8 2013 Salzburg

Landesergebnisbericht E8 2013 Steiermark

Landesergebnisbericht E8 2013 Tirol

Landesergebnisbericht E8 2013 Vorarlberg

Landesergebnisbericht E8 2013 Wien

Weiterführende Informationen




Zitat: System Schule




Internationale Studien




Nationaler Bildungsbericht