Zitat: Nationaler Bildungsbericht 2015




NBB 2015

Nationaler Bildungsbericht 2015

Mit dem Nationalen Bildungsbericht 2015 wird die dritte Ausgabe in dieser Reihe vorgelegt. Die beiden Bände umfassen insgesamt über 600 Seiten und mehr als 200 Grafiken und Tabellen. Expertinnen und Experten der österreichischen Bildungsforschungslandschaft haben Analysen, Daten, Fakten und Problemstellungen für eine evidenzbasierte bildungspolitische Diskussion aufbereitet.

Nationaler Bildungsbericht 2015 – Band 1

Der Aufbau und die Konzeption des Bildungsberichts wurden entsprechend der Struktur der vorherigen Ausgaben des Nationalen Bildungsberichts fortgeführt:

  • Band 1 – Das Schulsystem im Spiegel von Daten und Indikatoren – bringt verschiedene relevante Quellen zusammen und bietet damit eine Gesamtschau des statistischen Datenbestands zum Bildungsbereich. 28 Indikatoren mit nahezu 190 Grafiken und Tabellen geben einen Überblick über den Status quo des österreichischen Bildungssystems in seinem gesellschaftlichen Umfeld.
  • Band 2 – Fokussierte Analysen bildungspolitischer Schwerpunktthemen – enthält Expertisen führender österreichischer Bildungswissenschaftler/innen zu zentralen Entwicklungsthemen und Problemfeldern des Schulwesens. Er umfasst acht Kapitel zu verschiedenen Themen, welche jeweils von Autorenteams erstellt wurden. Insgesamt waren 34 Autorinnen und Autoren an der Erstellung des Bands beteiligt. Die Herausgeber/innen fassen abschließend die Ergebnisse, Handlungsempfehlungen und bildungspolitisch wichtigen Punkte in einer Synthese zusammen.

Der Nationale Bildungsbericht 2015 wurde in enger Kooperation zwischen dem BIFIE und Wissenschaftlerinnen und Wissenschaftlern an österreichischen Forschungsinstituten herausgegeben und wird in der für Österreich spezifischen, zweibändigen Form fortgeführt.

Um die Kontinuität im Bildungsmonitoring sicherzustellen, wurde Band 1 erneut in Kooperation zwischen dem BIFIE und dem Institut für Höhere Studien (IHS) herausgegeben.

Für Band 2 wurde die Verantwortung für die Herausgeberschaft neu ausgestaltet. Es wurde eine wissenschaftliche Herausgebergruppe etabliert, die aus sechs Wissenschaftlerinnen und Wissenschaftlern unterschiedlicher Einrichtungen besteht und somit die Bildungsforschung in Österreich in ihrer Breite angemessen repräsentiert. Die Herausgeber/innen von Band 2 sind Michael Bruneforth, MA (BIFIE), Univ.-Prof. (i. R.) Dr. Ferdinand Eder (Universität Salzburg), Univ.-Prof. Dr. Konrad Krainer (Alpen-Adria-Universität Klagenfurt), Dr. Claudia Schreiner (BIFIE), Dr. Andrea Seel (KPH Graz) und Univ.-Prof. Dr. Dr. Christiane Spiel (Universität Wien).

Das BIFIE war für die organisatorische Koordination und die administrative Abwicklung der Erstellung des Berichts zuständig.

Band 1 – Das Schulsystem im Spiegel von Daten und Indikatoren

Der Nationale Bildungsbericht dient als empirische und wissenschaftliche Grundlage für die bildungspolitische Diskussion und Steuerung des Schulwesens in Österreich. Band 1 – Das Schulsystem im Spiegel von Daten und Indikatoren – bringt verschiedene relevante Quellen zusammen und bietet damit eine Gesamtschau des statistischen Datenbestands zum Bildungsbereich.

Die sechs Kapitel von Band 1, der insgesamt 28 Indikatoren mit fast 190 Grafiken und Tabellen präsentiert, sind im Folgenden dargestellt.

Die den Grafiken und Tabellen zugrundeliegenden Daten stehen außerdem in je einer Excel-Arbeitsmappe pro Kapitel zur weiteren Verwendung zur Verfügung. Teilweise finden sich in den Arbeitsmappen über die Darstellungen im Band 1 hinaus weiterführende Daten und Ergänzungen.

Nationaler Bildungsbericht Österreich 2015, Band 1 (Gesamt)

Nationaler Bildungsbericht Österreich 2015, Band 1

DOI: http://dx.doi.org/10.17888/nbb2015-1.4

Die korrigierten Inhalte der Druckversion sind in den Errata zusammengefasst und in der elektronischen Version des Berichts bereits enthalten. Frühere Versionen sind auf Anfrage verfügbar.

Indikatoren A: Kontext des Schul- und Bildungswesens

Stefan Vogtenhuber, Thilo Siegle & Lorenz Lassnigg

Dieses Kapitel präsentiert Indikatoren zur demografischen Struktur und Dynamik, zum sozioökonomischen Hintergrund der Schüler/innen einschließlich Migration und Bildungsstand der Eltern sowie zu den staatlichen Bildungsausgaben im Licht der wichtigsten volkswirtschaftlichen Indikatoren.

Kapitel A
doi:10.17888/nbb2015-1-A.2

Daten und Material zu Kapitel A
doi:10.17888/nbb2015-1-A-dat.2

Indikatoren B: Inputs – Personelle und finanzielle Ressourcen

Stefan Vogtenhuber, Lorenz Lassnigg, Michael Bruneforth, Edith Edelhofer-Lielacher & Thilo Siegle

In Kapitel B sind Input-Kennzahlen beschrieben, wobei Inputs Ressourcen im weitesten Sinn darstellen. Sie zeigen im Wesentlichen das Ausmaß der personellen, sachlichen und finanziellen Ressourcen und deren Verteilung innerhalb des Schulsystems.

Kapitel B
doi:10.17888/nbb2015-1-B.2

Daten und Material zu Kapitel B
doi:10.17888/nbb2015-1-B-dat.3

Indikatoren C: Prozessfaktoren

Michael Bruneforth, Stefan Vogtenhuber, Lorenz Lassnigg, Konrad Oberwimmer, Harald Gumpoldsberger, Ewald Feyerer, Thilo Siegle, Bettina Toferer, Bianca Thaler, Jakob Peterbauer & Barbara Herzog-Punzenberger

Prozessfaktoren, die in Kapitel C beschrieben werden, beziehen sich auf die Leistungserbringung des Bildungssystems und ihre organisatorischen Rahmenbedingungen. Sie decken Vorgänge innerhalb des Systems zwischen Eintritt in die und Verlassen der Schule ab, die durch Handelnde beeinflussbar sind.

Kapitel C
doi:10.17888/nbb2015-1-C.3

Daten und Material zu Kapitel C
doi:10.17888/nbb2015-1-C-dat.3

Indikatoren D: Output – Ergebnisse des Schulsystems

Konrad Oberwimmer, Michael Bruneforth, Thilo Siegle, Stefan Vogtenhuber, Lorenz Lassnigg, Juliane Schmich, Harald Gumpoldsberger, Silvia Salchegger, Christina Wallner-Paschon, Bianca Thaler & Klaus Trenkwalder

Die Indikatoren des Kapitels D bilden den Output, also die unmittelbaren Leistungen und Ergebnisse des Bildungswesens, ab. Kennzahlen zu erreichten Abschlüssen, Kompetenzen und Einstellungen zählen ebenso dazu wie Kennzahlen zum Bildungsabbruch, zur Chancengleichheit und Geschlechtergerechtigkeit.

Kapitel D
doi:10.17888/nbb2015-1-D.3

Daten und Material zu Kapitel D
doi:10.17888/nbb2015-1-D-dat

Indikatoren E: Übergang aus dem Schulsystem in die Arbeitswelt

Barbara Wanek-Zajic & Michael Bruneforth

Kapitel E handelt von der Übergangsphase aus dem Schulsystem in das Erwerbsleben und befindet sich im Überschneidungsbereich zwischen Leistungen und Wirkungen des Schulsystems. Durch Kennzahlen zum Arbeitsmarktstatus, zur Jugendarbeitslosigkeit oder zur Situation von Jugendlichen, die weder beschäftigt noch in (Aus-)Bildung sind, oder zur Berufsorientierung wird diese Phase näher beschrieben.

Kapitel E
doi:10.17888/nbb2015-1-E

Daten und Material zu Kapitel E
doi:10.17888/nbb2015-1-E-dat

Indikatoren F: Outcome – Wirkungen des Schulsystems

Stefan Vogtenhuber, Lorenz Lassnigg, Eduard Stöger, Markus Bönisch, Klaus Trenkwalder & Michael Bruneforth

Die Wirkungen des Schulsystems, die in Kapitel F beschrieben sind, beziehen sich auf die längerfristigen Effekte der Leistungen des Bildungssystems für die Schulabgänger/innen und die Gesellschaft als Ganzes. Dazu gehören der Bildungsstand der Bevölkerung, die Schlüsselkompetenzen von Erwachsenen, Beschäftigungschancen/Erwerbsstatus und das Einkommen.

Kapitel F
doi:10.17888/nbb2015-1-F

Daten und Material zu Kapitel F
doi:10.17888/nbb2015-1-F-dat

Band 2 – Fokussierte Analysen bildungspolitischer Schwerpunktthemen

Der Nationale Bildungsbericht dient als empirische und wissenschaftliche Grundlage für die bildungspolitische Diskussion und Steuerung des Schulwesens in Österreich.

Band 2 – Fokussierte Analysen bildungspolitischer Schwerpunktthemen – enthält Expertisen führender österreichischer Bildungswissenschaftlerinnen und Bildungswissenschaftler zu zentralen Entwicklungsthemen und Problemfeldern des Schulwesens. Der Band besteht aus acht thematischen Kapiteln und einer Zusammenfassung der Herausgeberinnen und Herausgeber, die im Folgenden dargestellt sind.

Nationaler Bildungsbericht Österreich 2015, Band 2 (Gesamt)

Nationaler Bildungsbericht Österreich 2015, Band 2

  DOI: http://dx.doi.org/10.17888/nbb2015-2

Die korrigierten Inhalte der Druckversion sind in den Errata zusammengefasst und in der elektronischen Version des Berichts bereits enthalten. Frühere Versionen sind auf Anfrage verfügbar.

Kapitel 1: Die österreichische Volksschule

David Wohlhart, Jan Böhm, Maria Grillitsch, Konrad Oberwimmer, Katharina Soukup-Altrichter & Elisabeth Stanzel-Tischler

Dieses Kapitel liefert eine systemische Außensicht der österreichischen Volksschule. Aktuelle Entwicklungen und Fragen in Bezug auf diese Schulform werden im Lichte neuerer empirischer Daten dargestellt.

Kapitel „Volksschule“
doi:10.17888/nbb2015-2-1

Kapitel 2: Leistungsbeurteilung unter Berücksichtigung ihrer formativen Funktion

Elfriede Schmidinger, Franz Hofmann & Thomas Stern

Im zweiten Kapitel wird auf die formative und summative Funktion der Leistungsbeurteilung eingegangen. In Österreich hat die formative Leistungsbewertung wenig Tradition, wenngleich die Informationsfeststellungen nach der Leistungsbeurteilungsverordnung bereits auf Prozesse während des Lernens abzielen.

Kapitel „Leistungsbeurteilung“
doi:10.17888/nbb2015-2-2

Kapitel 3: Medienkompetenz fördern – Lehren und Lernen im digitalen Zeitalter

Peter Baumgartner, Gerhard Brandhofer, Martin Ebner, Petra Gradinger & Martin Korte

In Kapitel 3 geht es um die Förderung von Medienkompetenz und Potenziale digitaler Medien zur Erhöhung der Lehr- und Lernqualität. Insbesondere werden dabei die digitalen Kompetenzen von Lehrenden in den Blick genommen.

Kapitel „Medienkompetenz“
doi:10.17888/nbb2015-2-3

Kapitel 4: Auf die Mitschüler/innen kommt es an? Schulische Segregation – Effekte der Schul- und Klassenzusammensetzung in der Primarstufe und der Sekundarstufe I

Horst Biedermann, Christoph Weber, Barbara Herzog-Punzenberger & Arvid Nagel

In Kapitel 4 wird das Ausmaß der Ungleichverteilung von Schülerinnen und Schülern unterschiedlicher sozialer und ethnisch-kultureller Herkunft im österreichischen Schulwesen analysiert und anhand neuer Daten dargestellt.

Kapitel „Segregation“
doi:10.17888/nbb2015-2-4

Zusatzmaterial zum Kapitel „Segregation“
Biedermann, H., Weber, C., Herzog-Punzenberger, B. & Nagel, A. (2016). Schulische Segregation: Technische Dokumentation und Detailergebnisse [Onlinedokument].
doi:10.17888/nbb2015-2-4-1

Kapitel 5: Früher Bildungsabbruch – Neue Erkenntnisse zu Ausmaß und Ursachen

Mario Steiner, Gabriele Pessl & Michael Bruneforth

Auf Basis neuerer Daten werden in Kapitel 5 Ausmaß und Ursachen des frühen Bildungsabbruchs diskutiert. Nationale und internationale bildungspolitische Ansätze zur Prävention, Intervention und Kompensation sowie auch die Ausweitung der Ausbildungspflicht sind Gegenstand dieses Kapitels.

Kapitel „Bildungsabbruch“
doi:10.17888/nbb2015-2-5

Kapitel 6: Schulleitung im Wandel: Anforderungen an eine ergebnisorientierte Führungskultur

Michael Schratz, Christian Wiesner, David Kemethofer, Ann Cathrice George, Erwin Rauscher, Silvia Krenn & Stephan Gerhard Huber

Kapitel 6 befasst sich mit der sich wandelnden Rolle der Schulleitung in einer ergebnisorientierten Führungskultur. Die Autorinnen und Autoren unterscheiden vier Phasen der Diskussion um Anforderungen an eine Schulleitung, die durch entsprechende Leitkonzepte charakterisiert werden.

Kapitel „Schulleitung“
doi:10.17888/nbb2015-2-6

Kapitel 7: Schulautonomie oder die Verteilung von Entscheidungsrechten und Verantwortung im Schulsystem

Herbert Altrichter, Stefan Brauckmann, Lorenz Lassnigg, Robert Moosbrugger & Gabriela Barbara Gartmann

In Kapitel 7 wird Schulautonomie als Teil der Steuerungsverhältnisse im Schulsystem betrachtet. Alternativen zur komplexen Entscheidungsstruktur wie die des österreichischen Schulsystems sind dabei ebenso Thema wie der internationale Forschungsstand dazu.

Kapitel „Schulautonomie“
doi:10.17888/nbb2015-2-7

Zusatzmaterial zum Kapitel „Schulautonomie“
Moosbrugger, R., Altrichter, H. & Brauckmann, S. (2016). Regelungsstrukturen in verschiedenen Schulsystemen – Fallbeispiele [Onlinedokument].
doi:10.17888/nbb2015-2-7-1

Kapitel 8: Ein pragmatischer Zugang zu einer Policy-Analyse: Bildungsfinanzierung als Governance-Problem in Österreich

Lorenz Lassnigg, Michael Bruneforth & Stefan Vogtenhuber

In Kapitel 8 werden Diskurse in Hinblick auf die Bildungsfinanzierung in Österreich beschrieben und in Zusammenhang mit politischen Strukturen und Prozessen analysiert. In der Policy-Analyse erweist sich die mangelnde Transparenz in der Ressourcennutzung als ein Hauptproblem.

Kapitel „Bildungsfinanzierung“
doi:10.17888/nbb2015-2-8

Verfügbar auf Anfrage: Zusatzmaterial zum Kapitel „Bildungsfinanzierung“
Vogtenhuber, S. & Lassnigg, L. (2016). Durchführung von Berechnungen und Analysen zur Unterstützung der Erstellung eines Kapitels zum Thema „Ressourcennutzung und Governance im österreichischen Bildungssystem“ für den Band 2 des Nationalen Bildungsberichtes Österreich 2015 (NBB 2015) [Onlinedokument].
doi:10.17888/nbb2015-2-8-1

Kapitel 9: Zusammenfassung der Herausgeber/innen

Ferdinand Eder, Michael Bruneforth, Konrad Krainer, Claudia Schreiner, Andrea Seel & Christiane Spiel

Kapitel 9 betrachtet die Herangehensweisen der Autorinnen und Autoren an die Themen und fasst Aussagen zur Ist-Situation und Handlungsoptionen zusammen. Die Kapitel des Bands 2 werden dabei drei Themenbereichen zugeordnet: Qualität von Schule und Ergebnisse des Lernens, Funktionsmängel im Schulsystem, Schulgovernance.

Kapitel „Zusammenfassung“
doi:10.17888/nbb2015-2-9




Videomaterialien zum NBB 2015

Videomaterialien zum Nationalen Bildungsbericht 2015

Am 27. Juni 2016 veranstaltete das BIFIE ein Symposium zum im Mai 2016 veröffentlichten Nationalen Bildungsbericht 2015. In den Räumlichkeiten der Diplomatischen Akademie Wien präsentierten Herausgeberinnen und Herausgeber sowie Autorinnen und Autoren einem bildungsinteressierten Publikum die im Bericht publizierten Forschungsergebnisse. Die Beiträge des Symposiums können über die nachfolgenden Links einzeln abgerufen werden.

Videos zur Veranstaltung

Kurzbeschreibung: Die BIFIE-Direktorin Claudia Schreiner gibt in diesem Kurzvortrag eine Zusammenfassung des 1. Bands des Nationalen Bildungsberichts 2015. Der Fokus dieser Zusammenschau liegt auf den Bereichen: Bildung der Eltern (welchen Einfluss hat diese auf die schulische Leistung und Laufbahn ihrer Kinder?), Schüler mit Migrationshintergrund, Grundkompetenzen in Mathematik, Chancengleichheit und schulische Nachmittagsbetreuung.

Kurzbeschreibung: Die Volksschule ist die erste und grundlegende Schule für alle Kinder. Grundkompetenzen wie das Lesen, Schreiben und Rechnen sind die Basis für den erfolgreichen Bildungsgang. Diese Kompetenzen sowie eine Orientierung im Bereich der Allgemeinbildung sollten die Kinder in der Volksschule mitbekommen. Für 10 % der Kinder in der ersten Klasse Volksschule ist das allerdings noch zu früh, denn sie sind noch nicht schulreif. David Wohlhart (KPH Graz) greift dieses und weitere Themen rund um die österreichischen Volksschulen in seinem Kurzvortrag auf.

Kurzbeschreibung: In Österreich herrscht eine Dominanz der summativen Leistungsbewertung. Ergebnisse der Lern- und Wirksamkeitsforschung zeigen aber, dass diese Art der Beurteilung zur Unterstützung des Lernens nicht ausreicht. Es sind bereits während des Lernprozesses lern- und leistungsbezogene Rückmeldungen notwendig. Dieses formative Feedback bildet eine der wirksamsten Unterstützungen des Lernens – Elfriede Schmidinger (LSI i. R.), Leadautorin des Kapitels „Leistungsbeurteilung“ im Bildungsbericht 2015, sieht eine Verankerung des didaktischen Prinzips „Formative Leistungsrückmeldung und Lernförderung“ im Schulunterrichtsgesetz und in den Lehrplänen sowie eine rasche Umsetzung des Vorhabens, in den ersten drei Schulstufen Noten durch Leistungsbeschreibungen zu ersetzen, als sinnvoll.

Kurzbeschreibung: Der Anteil früher Bildungsabbrecher in Österreich hat sich von 10,8 % im Jahr 1997 auf 7,0 % eines Altersjahrgangs im Jahr 2014 reduziert. Allerdings wird das Ausmaß des frühen Bildungsabbruchs oft unterschätzt: 15,5 % der jungen Erwachsenen zwischen 18 und 24 Jahren sind Bildungsabbrecher, das sind doppelt so viele wie in den international vergleichenden Studien. Der Leadautor dieses Kapitels im Bildungsbericht 2015, Mario Steiner (IHS), meint, dass Bildungsabbrecher nur sehr schwer wieder aus dieser Situation herauskämen, daher benötige es mehr Prävention statt „nur“ Kompensation.

Kurzbeschreibung: In dieser Fragerunde stehen David Wohlhart (KPH Graz), Dr. Elfriede Schmidinger (LSI i. R.) und Dr. Mario Steiner (IHS), die Leadautoren der drei Kapitel Österreichische Volksschule, Bildungsabbruch und Leistungsbeurteilung im Bildungsbericht 2015, dem Publikum zu folgenden Fragen Rede und Antwort: Werden die Konsequenzen der Leistungsbeurteilung (Sitzenbleiben etc.) im NBB berücksichtigt? Wie sehen die Präventionsmaßnahmen gegen den frühen Bildungsabbruch konkret aus? Warum wird im Bildungsbericht die Unterrichtsqualität nicht berücksichtigt? Wie die Antworten aussehen, das erfahren Sie im Beitrag.

Kurzbeschreibung: Österreich hat 6000 Schulleiter/innen, das sind so viele wie in ganz Italien. Brauchen wir für jede Schule einen eigenen Schulleiter? Oder wäre es möglich, dass mehrere kleine Schulen von einer Person geleitet werden? Welche Kompetenzen muss eine Schulleiterin/ein Schulleiter mitbringen? Michael Schratz (Universität Innsbruck), als Leadautor des Kapitels Schulleitung im Bildungsbericht, präsentiert in seinem Kurzvortrag die Ergebnisse der Forschungsgruppe zum Thema Schulleitung in Österreich.

Kurzbeschreibung: In Österreich werden Entscheidungen im Bildungsbereich auf vier Ebenen getroffen – Zentral/Bundesland/Gemeinde/Schule. Das sind so viele Ebenen wie sonst nur in Ländern mit 40 Millionen und mehr Einwohnern. Die Niederlande haben im Vergleich nur die zentrale und schulische Ebene, auf denen Entscheidungen getroffen werden. Die Autoren dieses Kapitels im Bildungsbericht sind der Meinung, dass die derzeitige Regelung suboptimal sei. Welche Gründe für mehr Autonomie für Schulen sprechen, darauf geht Herbert Altrichter (JKU Linz), Leadautor des Kapitels, in seinem Kurzvortrag näher ein.

Kurzbeschreibung: „Das Schulsystem ist teuer und wir wissen nicht, warum!“, so Lorenz Lassnigg (IHS), der Leadautor des Kapitels „Bildungsfinanzierung als Governance-Problem in Österreich“ im Bildungsbericht 2015, in seinem Vortrag. Dies sei auf eine Intransparenz der Ausgaben im Schulsystem zurückzuführen. In Bezug auf die Ausgabenverteilung haben die Autoren herausgefunden, dass es große Unterschiede zwischen den Ländern gibt – warum brauchen manche Bundesländer wesentlich mehr Geld als andere? – auch hier lässt sich keine Logik feststellen. Zusammengefasst lässt sich sagen, dass man nicht weiß, wofür das Geld ausgegeben wird, dass jetzt zwar nicht mehr so viel wie früher ausgegeben wird, Österreich aber dennoch immer noch im Spitzenfeld der „Bildungsinvestierer“ liegt. Zudem werden zu hohe Ausgaben für zu wenig Leistungen getätigt und paradoxerweise werden trotz der hohen Investitionen immer wieder zusätzliche Ressourcen für jede Verbesserung gefordert.

Kurzbeschreibung: In dieser Fragerunde gehen Dr. Michael Schratz (Universität Innsbruck), Dr. Herbert Altrichter (JKU Linz) und Dr. Lorenz Lassnigg (IHS), die Leadautoren der Kapitel Schulleitung, Schulautonomie und Bildungsfinanzierung im Bildungsbericht, auf die Fragen des Publikums ein. Dabei stehen die Themen Privatisierung des Schulwesens, die rückläufigen Zahlen an Bewerbungen um eine Schulleitung, das Assessment-System bei der Wahl einer Schulleiterin/eines Schulleiters und die Spinnwebenstruktur des österreichischen Schulsystems im Vordergrund.

Kurzbeschreibung: In diesem Kurzvortrag gibt Ferdinand Eder, Mitherausgeber des Nationalen Bildungsberichts (NBB) 2015 und Professor an der Universität Salzburg, eine Zusammenfassung des 2. Bands des NBB und geht dabei auf die im Bericht festgelegten vier großen Entwicklungsaufgaben für das österreichische Schulsystem ein. Dazu gehören: (1) verstärkte individuelle Förderung von Schülerinnen und Schülern, (2) verstärkte Übernahme von Verantwortung für Schülerinnen und Schüler sowie Schulen mit beeinträchtigenden Voraussetzungen, (3) Professionalisierung der handelnden Akteure und (4) strukturelle Veränderungen der Schulgovernance.

Kurzbeschreibung: Im Anschluss an die Präsentation der einzelnen Kapitel des Nationalen Bildungsberichts stand eine Auswahl an Mitherausgebern des Berichts für Fragen zur Verfügung: Andrea Seel (KPH Graz), Christiane Spiel (Universität Wien), Michael Bruneforth (BIFIE), Konrad Krainer (Universität Klagenfurt) und Ferdinand Eder (Universität Salzburg). Wie kann die Abkehr von Selektion hin zur individuellen Förderung gelingen? Wo liegen die Schwerpunkte der Professionalisierungsmaßnahem der handelnden Akteure? Welche Maßnahmen sind vielversprechend, wenn es um den Umgang mit unterschiedlichen Voraussetzungen oder auch sehr geballten gleichen, aber nicht immer positiven Voraussetzungen geht? Auf diese und viele weitere Fragen rund um eine Weiterentwicklung unseres Schulsystems sind die Diskutanten eingegangen.

Kurzbeschreibung: Die Leistungen von Österreichs Volksschülern liegen bei internationalen Testungen leicht unter dem Durchschnitt, „aber nicht so relevant, dass wir sagen könnten, wir müssen dringend was tun in diesem Bereich. Tatsächlich ist es aber so, dass schon deutlich sichtbar wird, dass die Dropouts, die wir haben, […] die gesamte Schule verlassen, ohne ausreichend sinnerfassend lesen zu können“, betont David Wohlhart, Leadautor des Kapitels „Die österreichische Volksschule“ im Bildungsbericht 2015. Wohlhart rät hier, die Problemzonen durch Individualisierung stärker in Angriff zu nehmen, aber auch Spitzenleistungen mehr herauszufordern, denn internationale Spitzenleistungen werden bei Testungen nur von auffällig wenigen Kindern erreicht. Mit dem NBB sollen diese Problemfelder aufgezeigt werden und gleichzeitig werden auch Handlungsempfehlungen angeboten.

Education Group (2016)

Alle Videos der Veranstaltung sind auch im YouTube-Kanal BildungsTV der Education Group verfügbar.

Weiterführende Informationen




Veranstaltungen zum NBB 2015

Veranstaltungen zum Nationalen Bildungsbericht 2015

Die Veröffentlichung des Nationalen Bildungsberichts 2015 wurde durch eine Reihe von Veranstaltungen in Oberösterreich, der Steiermark, Tirol und Wien begleitet. Nachfolgend finden Sie eine Übersicht und weitere Informationen über diese Veranstaltungen:

22. Februar 2017, Innsbruck: Symposium zum Nationalen Bildungsbericht Österreich 2015

Zeit: Mittwoch, 22. Februar 2017, 10:30–15:30 Uhr

Ort: Pädagogische Hochschule Tirol (Großer Hörsaal), Pastorstraße 7, 6010 Innsbruck

Programm:  Symposium Nationaler Bildungsbericht Österreich 2015 in Innsbruck

12. Jänner 2017, Linz: Nationaler Bildungsbericht Österreich 2015 – Analysen und Empfehlungen. Teil 3 der Veranstaltungsreihe in Oberösterreich

Zeit: Donnerstag, 12. Jänner 2017, 17:30–19:30 Uhr

Ort: Johannes-Kepler-Universität (Raum S2 044, Science Park 2), Altenbergerstraße 69, 4040 Linz

Programm:  Nationaler Bildungsbericht Österreich 2015 – Analysen und Empfehlungen (Teil 3)

6. Dezember 2016, Graz: Nationaler Bildungsbericht Österreich 2015 – Symposium Führung. Steuerung. Governance. Theorie trifft Praxis

Zeit: Dienstag, 6. Dezember 2016, 10:00–17:00 Uhr

Ort: Pädagogische Hochschule Steiermark, Hasnerplatz 12, 8010 Graz

Programm: Nationaler Bildungsbericht Österreich 2015 – Symposium Führung. Steuerung. Governance. Theorie trifft Praxis

24. November 2016, Linz: Nationaler Bildungsbericht Österreich 2015 – Analysen und Empfehlungen. Teil 2 der Veranstaltungsreihe in Oberösterreich

Zeit: Donnerstag, 24. November 2016, 17:30–19:30 Uhr

Ort: Private Pädagogische Hochschule der Diözese Linz, Salesianumweg 3, 4020 Linz

Programm:  Nationaler Bildungsbericht Österreich 2015 – Analysen und Empfehlungen (Teil 2)

19. Oktober 2016, Linz: Nationaler Bildungsbericht Österreich 2015 – Analysen und Empfehlungen. Auftakt zur Veranstaltungsreihe in Oberösterreich

Zeit: Mittwoch, 19. Oktober 2016, 16:00–18:00 Uhr

Ort: Kirchliche Pädagogische Hochschule der Diözese Graz-Seckau, Kaplanhofstraße 40, 4020 Linz

Programm:  Nationaler Bildungsbericht Österreich 2015 – Analysen und Empfehlungen

29. September 2016, Graz: Nationaler Bildungsbericht Österreich 2015 – Analysen und Empfehlungen. Auftakt zur Veranstaltungsreihe in der Steiermark

Zeit: Donnerstag, 29. September 2016, 15:00–18:30 Uhr

Ort: Kirchliche Pädagogische Hochschule der Diözese Graz-Seckau, Lange Gasse 2, 8020 Graz

Programm:  Nationaler Bildungsbericht Österreich 2015 – Analysen und Empfehlungen