Ergebnisse der Überprüfung im Überblick

Ergebnisse der Standardüberprüfung Mathematik, 8. Schulstufe (2017) im Überblick

Im Frühjahr 2017 haben rund 72.700 Schüler/innen an ca. 1400 Neuen Mittelschulen (NMS), Hauptschulen (HS) und allgemeinbildenden höheren Schulen (AHS) an der Überprüfung der Bildungsstandards im Fach Mathematik auf der 8. Schulstufe teilgenommen. Die Kompetenzen in Mathematik wurden nach 2012 nun zum zweiten Mal flächendeckend überprüft, sodass ein Vergleich der Ergebnisse zwischen den Überprüfungen 2012 und 2017 möglich ist.

Die Ergebnisse der Standardüberprüfung geben Schulen und dem Schulsystem objektivierte Auskunft darüber, wie gut die nachhaltige Vermittlung von grundlegenden Kompetenzen gelingt und bieten eine wichtige Basis für gezielte und produktive Qualitätsentwicklung am Schulstandort.

Schulleiter/innen, Lehrer/innen und Schüler/innen bis hin zu pädagogischen und politischen Entscheidungsträgerinnen und Entscheidungsträgern konnten die für sie relevanten individualisierten Rückmeldungen mit den entsprechenden Zugangscodes von 20. Februar bis Ende September 2018 über eine Onlineplattform abrufen. Für Schulleiter/innen stehen die Berichte auf der Erhebungsplattform PLATO zur Verfügung und können somit weiterhin abgerufen werden.

Für die Öffentlichkeit werden die zusammengefassten Ergebnisse der Standardüberprüfung 2017 auf Bundes- und Landesebene über die BIFIE-Website bereitgestellt. Diese können im Bereich Bundes- und Landesergebnisberichte zu den Standardüberprüfungen abgerufen werden.

Für Interessierte steht auf der BIFIE-Website außerdem jeweils ein Musterexemplar mit fiktiven Werten des Schulberichts, der Rückmeldung an die Lehrer/innen sowie der Schülerrückmeldung zur Verfügung.

Die Kompetenzen der Schüler/innen in Mathematik am Ende der 8. Schulstufe

Schüler/innen, die die Bildungsstandards in Mathematik am Ende der 8. Schulstufe erreichen, können mathematische Fertigkeiten in realitätsnahen und variablen Situationen zur Lösung von Aufgaben oder Problemen anwenden. So sollten Schüler/innen etwa Tabellen nicht nur im Schulbuch lesen, sondern auch einem Fahrplan auf dem Bahnhof die relevanten Informationen entnehmen können.

Bei der Kompetenzmessung im Frühjahr 2017 wurde Folgendes wissenschaftlich gesichert festgestellt:

  • 52 % der Schüler/innen erreichen die Bildungsstandards. Sie verfügen über die entsprechenden mathematischen Kompetenzen und können diese Fähigkeiten und Fertigkeiten in variablen Situationen flexibel einsetzen.
  • 6 % der Schüler/innen übertreffen die Bildungsstandards und somit die Anforderungen.
  • 27 % der Jugendlichen erreichen die Standards teilweise und können ihre mathematischen Kenntnisse in bekannten Kontexten einsetzen.
  • 15 % haben Mühe mit den einfachsten Mathematikaufgaben und erreichen die Bildungsstandards nicht. Die persönliche und schulische Entwicklung dieser Schüler/innen ist dadurch ernsthaft gefährdet.

Im Vergleich zur ersten Erhebung in Mathematik im Jahr 2012 verringerte sich der Anteil jener, die die Standards nicht erreichen, um 2 Prozentpunkte (2012: 17 %). Ein tendenzieller Anstieg (1 Prozentpunkt) ist umgekehrt bei Spitzenschülerinnen und -schülern zu verzeichnen, die die Bildungsstandards übertreffen.

In Punkten ausgedrückt hat sich das Ergebnis mit einem Wert bei der Überprüfung 2017 von 542 Punkten österreichweit um durchschnittlich 7 Punkte gegenüber 2012 verbessert. Seit der Ausgangsmessung im Jahr 2009 (etwa zum Zeitpunkt der Einführung von Bildungsstandards) ist der Mittelwert für Gesamtösterreich um 42 Punkte gestiegen.

Mathematikkompetenz kann nach Handlungsbereichen (Welche mathematischen Prozesse sind zum Lösen einer Aufgabe erforderlich?) und Inhaltsbereichen (Welcher mathematische Inhalt liegt der Aufgabe zugrunde?) strukturiert werden. Die Veränderungen seit der Überprüfung 2012 sind über alle Handlungs- und Inhaltsbereiche hinweg von ähnlicher Größenordnung.

Geschlechter- und Chancengerechtigkeit

Burschen schneiden im Fach Mathematik im Schnitt etwas besser ab als Mädchen. Der Vorsprung beträgt 7 Punkte.

Schüler/innen mit Migrationshintergrund weisen im Schnitt niedrigere Kompetenzen auf als Jugendliche ohne Migrationshintergrund. Der Unterschied beträgt 64 Punkte, reduziert sich jedoch auf 39 Punkte, wenn nur Jugendliche mit und ohne Migrationshintergrund mit jeweils gleichem Sozialstatus verglichen werden.

Es gibt einen starken Zusammenhang zwischen dem Bildungsabschluss der Eltern und den Leistungen ihrer 14-jährigen Kinder. Vergleicht man Jugendliche, deren Eltern maximal Pflichtschulabschluss haben, mit Schülerinnen und Schülern, deren Eltern eine Hochschule absolvierten, so ergibt sich eine Mittelwertdifferenz von 101 Punkten. Damit sind Leistungsunterschiede aufgrund unterschiedlicher Bildungsherkunft größer als jene aufgrund von Migrationsstatus oder Erstsprache. Diese Unterschiede entsprechen grob geschätzt bis zu drei Lernjahren, wenn man davon ausgeht, dass ein Lernjahr etwa 30 Punkte ausmacht.

Im Vergleich zur ersten flächendeckenden Erhebung im Jahr 2012 sind die Geschlechterunterschiede gleich geblieben, die Unterschiede nach Migrationshintergrund und Bildungsabschluss der Eltern haben sich minimal verringert. Soziale Benachteiligung im Bildungsbereich stellt damit nach wie vor eine große Herausforderung für Schule und Unterricht dar.

Ergebnisse in den Schulsparten

Die Entscheidung, in der Sekundarstufe 1 eine allgemeinbildende Pflichtschule (APS – NMS oder im Jahr 2013 auch noch die Hauptschule) oder eine allgemeinbildende höhere Schule (AHS) zu besuchen, hängt unter anderem von der in der Grundschule erbrachten Leistung ab. So zeigte die Standardüberprüfung Mathematik am Ende der 4. Schulstufe im Jahr 2013, dass es etwa 17 % der Schüler/innen am Übergang zur APS an elementaren Kompetenzen in Mathematik mangelt, während dies nur auf 2 % der Schüler/innen am Übergang zur AHS-Unterstufe zutrifft. Die Unterschiede, die bereits zu Beginn der 5. Schulstufe zwischen APS und AHS bestehen, setzen sich bis zum Ende der 8. Schulstufe fort und spiegeln im Wesentlichen die Selektionsmechanismen am Übergang von der Volksschule in die Sekundarstufe 1 wider. In den AHS erreichen am Ende der 8. Schulstufe 71 % der Schüler/innen die Bildungsstandards in Mathematik, 13 % übertreffen sie sogar – in den APS erreichen 42 % die Standards und 2 % übertreffen diese. Schüler/innen mit sehr niedriger Mathematikkompetenz befinden sich erwartungsgemäß fast ausschließlich in den APS. Während 21 % der APS-Schüler/innen die Bildungsstandards nicht erreichen, betrifft dies in den AHS nur 2 %. Das unterschiedliche Ausmaß der Kompetenzerreichung in den AHS und APS zeigt sich auch in den einzelnen Handlungs- und Inhaltsbereichen.

Ergebnisse in den Bundesländern

Die teilweise relativ großen Unterschiede in der Zusammensetzung der Schülerschaft erklären zu einem großen Teil auch die unterschiedlichen Ergebnisse in den Bundesländern. Allerdings zeigen sich im Vergleich der Ergebnisse von 2012 und 2017 unterschiedliche Entwicklungen.

Bildungsstandards erreicht und übertroffen: Oberösterreich und Salzburg haben die höchsten Anteile an Jugendlichen, die die Standards erreichen (56 % bzw. 57 %) und übertreffen (8 % bzw. 6 %), gefolgt von der Steiermark (54 % erreicht, 7 % übertroffen), Tirol (55 % erreicht, 6 % übertroffen), Niederösterreich (54 % erreicht, 6 % übertroffen) und Vorarlberg (54 % erreicht bzw. 5 % übertroffen). Das Burgenland (52 % erreicht bzw. 4 % übertroffen), Kärnten (50 % erreicht, 4 % übertroffen) und Wien (43 % erreicht bzw. 5 % übertroffen) sind die Bundesländer mit den geringsten Anteilen.

Bildungsstandards nicht erreicht: Umgekehrt gibt es die niedrigsten Anteile an Risikoschülerinnen und -schülern in Oberösterreich, Salzburg und Tirol (jeweils 12 %) sowie in Niederösterreich, der Steiermark und Vorarlberg (jeweils 13 %). Im Burgenland und in Kärnten erreichen jeweils 15 % der Schüler/innen die Bildungsstandards nicht, in Wien sind es 23 %.

Im Vergleich zur Überprüfung im Jahr 2012 zeigen sich relational die größten Veränderungen in Vorarlberg mit einem um 16 Punkte höheren Mittelwert, der Steiermark (+15 Punkte) und Kärnten (+10 Punkte). Während die positiven Entwicklungen der Schülerleistungen in Vorarlberg, der Steiermark und Kärnten sowohl in den APS- als auch den AHS-Ergebnissen zu beobachten sind, sind die im Gesamten positiven Trends in den übrigen Bundesländern vor allem auf die APS zurückzuführen. Besonders deutlich ist der Punktezuwachs in den APS in Wien mit 19 Punkten. Die AHS-Schülerleistungen sind hingegen im Burgenland (–9 Punkte), in Oberösterreich, Tirol und Wien (je –4 Punkte) im Vergleich zu 2012 gesunken.

Rückmeldung an Schulen

Als Grundlage für Schul- und Unterrichtsentwicklung bekommen etwa 1400 Schulleiter/innen und mehr als 4000 Lehrer/innen Feedback zu den Kompetenzen ihrer Schüler/innen in Mathematik sowie zu relevanten Kontextfaktoren wie der Freude an Mathematik oder dem Wohlbefinden in der Schule. Die Ergebnisrückmeldung gibt Auskunft darüber, in welchem Ausmaß die Schüler/innen die in den Bildungsstandards definierten Lernziele erreichen, wie das Ergebnis im Vergleich zu allen anderen Schulen und im Vergleich zu Schulen, die unter ähnlichen Rahmenbedingungen arbeiten, liegt. Die Ergebnisse der Bildungsstandardüberprüfung sollen von Lehrpersonen, Schulleitungen, Schulaufsicht und Schuladministration als produktiver Beitrag für Qualitätsentwicklungsprozesse am jeweiligen Schulstandort genutzt werden. Die regelmäßige Überprüfung und die Rückmeldung von Bildungsstandards leisten somit einen wesentlichen Beitrag zur innovativen (Weiter-)Entwicklung der Schul- und Unterrichtskultur in Österreich.

Weiterführende Informationen und Hotline für Rückfragen




Allge­meine Infor­mati­onen zur Über­prüfung

Allgemeine Informationen zur Standardüberprüfung Mathematik auf der 8. Schulstufe (2017)

Mit dem Schuljahr 2016/17 startete der zweite Überprüfungszyklus der Bildungsstandards. Die Standardüberprüfungen finden in einem Fünf-Jahres-Zyklus statt, wobei jedes Jahr ein bestimmtes Fach auf einer Schulstufe überprüft wird. Der neue Zyklus startete mit der Überprüfung in Mathematik auf der 8. Schulstufe. Die Standardüberprüfung fand im Mai 2017 statt. Hierbei wurden zum zweiten Mal die Kompetenzen aller Schüler/innen der 8. Schulstufe in Mathematik überprüft.

Zweiter Zyklus der Standardüberprüfungen
2017 2018 2019
8. Schulstufe Überprüfung Mathematik Überprüfung Englisch
4. Schulstufe Überprüfung Mathematik

Wann und wo wurden die Ergebnisse veröffentlicht?

Die öffentlich zugänglichen Berichte der Standardüberprüfung Mathematik auf der 8. Schulstufe wurden am 20. Februar 2018 auf der BIFIE-Website veröffentlicht. Der Bundesergebnisbericht und die Landesergebnisberichte stehen auf der Seite der gesammelten Ergebnisberichte als Downloads zur Verfügung.

Schulleiter/innen, Lehrer/innen und Schüler/innen bis hin zu pädagogischen und politischen Entscheidungsträgerinnen und Entscheidungsträgern konnten die für sie relevanten individualisierten Rückmeldungen mit den entsprechenden Zugangscodes von 20. Februar bis Ende September 2018 über eine Onlineplattform abrufen. Für Schulleiter/innen stehen die Berichte auf der Erhebungsplattform PLATO zur Verfügung und können somit weiterhin abgerufen werden. Musterrückmeldungen mit fiktiven Werten sind als Downloads frei zugänglich.

Wann fand die Standardüberprüfung statt?

Um die Vergleichbarkeit der gewonnenen Ergebnisse zu gewährleisten, ist es notwendig, die Kompetenzfeststellung österreichweit an allen beteiligten Schulen möglichst am selben Testtag durchzuführen. Durch das Bundesministerium für Bildung (BMB, nunmehr BMBWF) wurde der 11. Mai 2017 als regulärer Testtermin festgesetzt. In begründeten Ausnahmefällen konnten Schulen den Ersatztermin am 16. Mai 2017 in Anspruch nehmen.

Wer nahm an der Überprüfung teil?

Laut Bildungsstandard-Verordnung erfolgte die Standardüberprüfung auf der 8. Schulstufe an allen öffentlichen und privaten mit auf Dauer verliehenem Öffentlichkeitsrecht ausgestatteten Volksschuloberstufen, Hauptschulen, NMS und AHS. Gemäß BIFIE-Gesetz nahmen dabei alle Schüler/innen der 8. Schulstufe an der Überprüfung teil. Ausgenommen waren lediglich:

  • Schüler/innen, die im Testfach nach dem Lehrplan der Sonderschule oder nach dem Lehrplan einer niedrigeren Schulstufe unterrichtet wurden.
  • Schüler/innen, die den Status einer außerordentlichen Schülerin/eines außerordentlichen Schülers hatten.
  • Schüler/innen mit Körper- oder Sinnesbehinderung, sofern sie selbst mit den im Unterricht und bei der Standardüberprüfung zur Verfügung stehenden Unterrichts- oder Hilfsmitteln die gestellten Aufgaben nicht hätten lösen können.

Was wurde in Mathematik wie überprüft?

Den Bildungsstandards für Mathematik liegt ein Kompetenzmodell zugrunde, das die Kompetenzen in Mathematik strukturiert – und zwar nach dem Inhalt einer mathematischen Problemstellung (Inhaltsbereich) und der „Handlung“, die zur Lösung erforderlich ist (Handlungsbereich):

Inhaltsbereiche Handlungsbereiche
Zahlen und Maße Darstellen, Modellbilden
Variable, funktionale Abhängigkeiten Rechnen, Operieren
Geometrische Figuren und Körper Interpretieren
Statistische Darstellungen und Kenngrößen Argumentieren, Begründen

Dieses Kompetenzmodell bildete auch die Grundlage für die Mathematik-Items. Jedes Item, das bei der Standardüberprüfung zum Einsatz kam, wurde jeweils einem Inhalts- und einem Handlungsbereich zugeordnet (damit ist klar, welche Kompetenz ein Item misst).

Jeder Schüler/jede Schülerin bearbeitete bei der Überprüfung zwei Testhefte, wofür 90 Minuten Zeit zur Verfügung standen (mit einer Pause nach dem ersten Testheft).

Antwortformate

Im Rahmen der Überprüfungen wurden Test-Items mit folgenden unterschiedlichen Antwortformaten eingesetzt:

Offenes Antwortformat

Beim offenen Antwortformat generierten die Schüler/innen ihre Antwort selbst. Diese Items überließen es vollständig der Schülerin/dem Schüler, wie sie/er die Aufgabenstellung löste. Die Aufgabenlösung konnte verbal frei gestaltet werden. Die Schüler/innen begründeten z. B. ihre Meinung oder beschrieben ihren Lösungsweg.

Halboffenes Antwortformat

Auch halboffene Items überließen die Antwortformulierung der Schülerin/dem Schüler. Die Aufgabe wurde jedoch im Unterschied zum offenen Item so präzise gestellt, dass die Antwort mit geringem Aufwand als richtig oder falsch bewertet werden konnte. Solche Items verlangten von den Schülerinnen und Schülern kurze Antworten, wie z. B. eine Zahl oder eine Konstruktion.

Geschlossenes Antwortformat

Beim geschlossenen Antwortformat standen den Schülerinnen und Schülern zu einer Frage mehrere vorformulierte Antworten zur Auswahl. Die Antworten werden eingescannt und elektronisch weiterverarbeitet.

  • Richtig-falsch-Items (zum Ankreuzen) bestanden aus einer Aussage und zwei Antwortalternativen („richtig“ oder „falsch“/“ja“ oder „nein“), von denen eine zutraf. Um die Ratewahrscheinlichkeit zu minimieren, wurden solche Items nur blockweise vorgelegt.
  • Multiple-Choice-Items (zum Ankreuzen): Die Schülerin/der Schüler musste aus mehreren zur Wahl gestellten Antwortmöglichkeiten diejenige auswählen, die er/sie für richtig hielt.

Wie lief die Überprüfung in der Klasse ab?

Die Standardüberprüfung begann am Testtag in der Regel mit dem Beginn des Vormittagsunterrichts und dauerte (einschließlich Instruktionen, Erklärungen und Pausen) etwa drei Unterrichtseinheiten.

Hier zur Illustration schematisch der Ablauf der Überprüfung:

Testablauf M8-Standardüberprüfung

Testablauf M8-Standardüberprüfung

Als Testzeit wurde eine Dauer von 90 Minuten festgelegt. Damit wurde die Testzeit je Schüler/in so kurz wie möglich gehalten und gleichzeitig sichergestellt, dass ausreichend Informationen von jeder Schülerin und jedem Schüler vorliegen, um zuverlässige und informative Rückmeldungen über die Ergebnisse an alle Zielgruppen (Schüler/innen, Lehrer/innen, Schulleitungen) geben zu können.

Im Anschluss an den Test bearbeiteten die Schüler/innen einen kurzen Kontextfragebogen. Er gibt Auskunft über das Vorhandensein und das Ausmaß jener Faktoren, die zur Erklärung des Kompetenzerwerbs beitragen können. Sowohl das Bundesministerium für Bildung (BMB, nunmehr BMBWF) als auch die Schulpartner wurden über den Inhalt des Fragebogens vom BIFIE informiert.

Wer führte die Überprüfung durch?

Die Überprüfung wurde im Sinne einer objektiven Testdurchführung von geschulten Testleiterinnen und Testleitern standardisiert durchgeführt. Diesbezüglich wurde zwischen internen und externen Testleiterinnen und Testleitern unterschieden. In etwa 93 % der Klassen wurde die Überprüfung von Lehrerinnen und Lehrern der eigenen Schule administriert („interne Testleitung“). Als Qualitätssicherungsmaßnahme führten an einer Stichprobe von etwa 7 % der Klassen Lehrer/innen einer anderen Schule die Überprüfung durch („externe Testleitung“).

Wie wurde der Datenschutz sichergestellt?

Im Zuge der Standardüberprüfung wurden vom BIFIE ausschließlich indirekt personenbezogene Daten erhoben. Die Datenerhebung erfolgte mit zweigeteiltem Schlüssel auf Schülerebene: Das heißt, das BIFIE hat Zugang zur Schüler-ID und zu den Ergebnissen, nicht aber zu den Schülernamen. Die Schulleitung kennt die Schüler-ID und die dazugehörigen Schülernamen, kann den einzelnen Schülerinnen und Schülern jedoch keine Ergebnisse zuordnen.

Das BIFIE hielt sich mit diesem Vorgehen an die Vorgaben des Datenschutzgesetzes und an die Empfehlungen der Datenschutzbehörde.

Weiterführende Informationen




Ergebnisberichte




Freigegebene Items