PIRLS/TIMSS 2011: Progress in International Reading Literacy Study UND Trends in International Mathematics and Science Study

Zentrum: 
Zentrum Salzburg

Hintergrund/Auftraggeber, Relevanz der Arbeit, Ziele des Projekts

PIRLS und TIMSS sind zwei internationale Schülerleistungsvergleichsstudien der IEA (International Association for the Evaluation of Educational Achievement) zur Erfassung der Lesekompetenz sowie der Mathematik- und Naturwissenschaftskompetenz in der 4. Schulstufe. Die Studien verlaufen im 5- bzw. 4-Jahres-Rhythmus und fallen 2011 erstmals zusammen, so dass wie bei der OECD-Studie PISA alle drei Kompetenzbereiche gleichzeitig erhoben werden. In Österreich werden beide Studien unter dem Namen „IEA-Grundschulmonitoring“ zusammengefasst. Das Ziel der Studien ist es, mit Hilfe von standardisierten Messungen folgende Bildungsindikatoren (educational indicators) zu gewinnen: Basisindikatoren, deren Schwerpunkt die Leistungen von Schülerinnen und Schülern im Bereich der Grundkompetenzen sind, Kontextindikatoren und Trendindikatoren. Die Ergebnisse dienen vor allem der Politikberatung. 2011 beteiligt sich Österreich zum 2. Mal an PIRLS und zum 3. Mal an TIMSS. Bei PIRLS werden demnach erstmals Längsschnittsvergleiche möglich.

Vorgehen im Projekt

Das Design der Studie wird vom internationalen Zentrum (Boston College) erarbeitet und muss aus Gründen der Vergleichbarkeit von allen Ländern übernommen werden.
Da die beiden Studien 2011 erstmals zusammenfallen, bestehen für die Länder, die sich an beiden Studien beteiligen, verschiedene Möglichkeiten bezüglich der Datenerhebung. Nach dem derzeitigen Planungsstand werden in Österreich für beide Studien dieselben Schüler/innen an zwei Testtagen getestet. Darauf basiert die vorliegende Kostenkalkulation. Sollten sich diesbezüglich im Verlauf der Detailplanung Änderungen ergeben, sind auch Auswirkungen auf die Kosten zu erwarten.
Zielpopulation sind jeweils Schüler/innen der 4. Schulstufe. Bei der Auswahl wird ein zweistufiges Sampling-Design angewendet, das zuerst Schulen quotiert auswählt und dann eine Zufallsstichprobe von Klassen mit Schüler/innen in der 4. Schulstufe an den ausgewählten Schulen zieht. Innerhalb dieser Klassen werden alle Schüler/innen (der 4. Schulstufe) getestet. Um die vorgeschriebene resultierende Mindeststichprobengröße von 4.000 getesteten SchülerInnen je Studie aus jeweils mindestens 150 Schulen erreichen zu können, müssen insgesamt etwa 10.000 Schüler/innen ausgewählt werden. Die Auswahl folgt den Regeln des ISC (International Study Center) über Ausschlüsse und Teilnahmeraten.
Die Erhebung für die Schüler/innen setzt sich aus einem Testheft und einem Fragebogen zusammen. Weiters werden Hintergrundinformationen auf Schul-, Lehrer-, Eltern-, und Systemebene (Lehrplandaten) erhoben.

Ergebnisse (und/oder Produkte) des Projekts

Ergebnis der Studie ist eine Bestandsaufnahme der Grundkompetenzen am Ende der 4. Schulstufe und von Hintergrundinformationen, die mit diesen in Zusammenhang stehen. Die regelmäßige Erfassung der Grundkompetenzen führt systematisch zu einer Datenbasis, die alle erhobenen Informationen im Zusammenhang berücksichtigt und eine weitgehende und fundierte bildungspolitische Analyse erlaubt.
In Österreich sind vier Broschüren (zu den Studien selbst und zu den Ergebnissen; Umfang je etwa 70 S.) zum Zeitpunkt der Freigabe der Ergebnisse durch die IEA Ende 2012 geplant sowie ein umfangreicherer Bericht mit Beiträgen von nationalen Expertinnen und Experten (Umfang ca. 300 S., Erscheinungszeitpunkt Ende 2013). Außerdem werden alle Abläufe in einem technischen Bericht dokumentiert (Erscheinungszeitpunkt Ende 2012; ausschließlich online).

Projektleiter/in: 
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