PISA 2009: Programme for International Student Assessment

Zentrum: 
Zentrum Salzburg

Hintergrund/Auftraggeber, Relevanz der Arbeit, Ziele des Projekts

PISA, das Programme for International Student Assessment, ist ein langfristiges Projekt der OECD, das mit PISA 2000 begonnen wurde und in 3-Jahres-Abständen die Schülerleistungen gegen Ende der Pflichtschule erhebt und zwischen den Ländern vergleicht. Es beruht auf dem dynamischen Modell des lebenslangen Lernens. Ziel ist es, mit standardisierten Messungen Bildungsindikatoren für alle OECD-Mitgliedsstaaten zu gewinnen: Basisindikatoren mit dem Schwerpunkt auf den Schülerleistungen in den Grundkompetenzen, Kontextindikatoren, die mit ersteren zusammenhängen und Trendindikatoren, die Auskunft über Entwicklungen geben. Die Ergebnisse von PISA dienen vor allem der Politikberatung. Österreich hat an allen Erhebungen seit PISA 2000 teilgenommen. Mit PISA 2009 startet der zweite Erhebungszyklus. Internationaler Auftraggeber ist die OECD. Mit der Umsetzung werden international zwei Konsortien beauftragt (A.C.E.R. in Australien; CITO in den Niederlanden). National ist das BMUKK Auftraggeber der Durchführung der PISA-Studie.

Vorgehen im Projekt

PISA untersucht die Grundkompetenzen von 15-/16-jährigen Schülerinnen und Schülern in Mathematik, Lesen und Naturwissenschaft. Der Schwerpunkt von PISA 2009 (mehr als die Hälfte der Testaufgaben) liegt auf der Lese-Kompetenz. Bei PISA 2009 beteiligt sich Österreich – gemeinsam mit weiteren 24 Ländern – an der internationalen Option „Electronic Reading Assessment“ (ERA). Alle Domänen werden in den PISA-Frameworks in mehreren Dimensionen beschrieben: Inhalte, Prozesse und Kontexte. Ergänzt werden die Leistungs­daten durch Kontextinformationen aus Schüler- und Schulfragebögen. Österreich beteiligt sich zudem an den internationalen Optionen „Information and Communication Technologies“ und „Educational Career“. An nationalen Optionen werden die Bereiche aus PISA 2000, 2003 bzw. 2006 Schulqualität sowie IT, Befindlichkeit am Übergang zur Sek. II und Lesegewohnheiten/Leseförderung sowie „Belastung der Schüler/innen“ im Längsschnitt weitergeführt und um folgende Themen erweitert: Lesen im Deutschunterricht, Unterricht, Freizeit und Geschlecht, Individualisierung und Differenzierung, Kulturelle Aktivitäten, Gewalt in der Schule (mit der Entwicklung ist ein Konsortium unter der Leitung von Prof. F. Eder vom BMUKK beauftragt).
Zielpopulation von PISA 2009 ist der Altersjahrgang 1993. Durch ein zweistufiges Sampling-Design werden zuerst Schulen quotiert ausgewählt und dann eine Zufallsstichprobe der Schüler/innen des Jahrgangs innerhalb jeder ausgewählten Schule gezogen (max. 35 Schüler/innen, bei weniger: Vollerhebung). Um die vorgeschriebene Mindeststich­proben­größe von 4.500 getesteten Schüler/innen erreichen zu können, müssen insgesamt etwas mehr als 5.000 Schüler/innen ausgewählt werden. Die Stichprobenziehung inkl. Ausschlüssen und Teilnahmeraten folgt den Regeln der OECD.

Ergebnisse (und/oder Produkte) des Projekts

Ergebnis von PISA 2009 ist die Aufnahme der österreichischen Daten mit Raschschätzern für die Schülerleistungen in den drei Kompetenzbereichen sowie den Kontextdaten aus Schul- und Schülerfragebögen in die internationale PISA-Datenbasis.
In Österreich erscheinen zwei Broschüren (zur Studie selbst und zu den Ergebnissen; Umfang je etwa 80 S.) zum Zeitpunkt der Freigabe der Ergebnisse durch die OECD Ende 2010 und ein umfangreicherer Bericht mit Beiträgen von nationalen Expertinnen und Experten (Umfang ca. 400 S., Erscheinungszeitpunkt Ende 2011). Außerdem werden alle Abläufe in einem technischen Bericht dokumentiert (Erscheinungszeitpunkt Ende 2010; ausschließlich online).

Projektleiter/in: 
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