Tests zu PISA und Standards erfolgreich abgeschlossen

Öffentliche Stellungnahme von Bildungswissenschafter/innen zur Begleitforschung am BIFIE

Heute gehen die Tests und Erhebungen zu den Bildungsstandards und zu PISA 2009 an mehr als 500 Schulen in Österreich erfolgreich zu Ende. Im Verlaufe von April und Mai hat das Bundesinstitut BIFIE mehr als 16.000 Schüler/innen im Alter zwischen 14 und 16 Jahren getestet und befragt (vor allem in Deutsch, Mathematik und Englisch).

Die nationale Begleitforschung zu PISA und zu den Standards, vor allem in Form des zusätzlichen Schülerfragebogens, hat in den vergangenen Wochen zu öffentlichen Diskussionen geführt, die nicht immer sachlich geführt wurden, was zum Teil durch die aufgeheizte Stimmung während des gleichzeitigen Arbeitskampfes und der Streikaufrufe der Lehrer/innen erklärbar ist.

Trotzdem diese Forschung von einschlägig erfahrenen Wissen-schafter/innen mehrerer Universitäten stammte und in sehr ähnlicher Form schon lange Jahre problemlos durchgeführt wurde, gab es etliche kritische Stimmen von Seiten der Eltern und einiger Schulbehörden. Die betroffenen Wissenschafter/innen und der wissenschaftliche Beirat des BIFIE nehmen nun zu dieser Kritik Stellung.

Öffentliche Stellungnahme von Bildungswissenschafter/innen zur BIFIE-Forschung auf www.bifie.at.

Die Stellungnahmen des Wissenschaftlichen Beirats des BIFIE, des Unterrichtsministeriums und des universitären Konsortiums, das die Zusatzfragebögen für PISA erstellt hat, finden Sie auf der Homepage des BIFIE (www.bifie.at) im Newsbereich.

In seiner Stellungnahme betont der Wissenschaftliche Beirat des BIFIE, in dem renommierte Bildungsforscher/innen aus der Schweiz, Deutschland und Österreich vertreten sind und der von Univ.-Prof. Dr. Helmut Fend (Zürich) geleitet wird, dass die "gestellten Fragen zum weit verbreiteten Repertoire in sozialwissenschaftlichen Studien zur heranwachsenden Generation gehören. Die offensichtlichen Falschmeldungen über die Inhalte dieser Fragestellungen müssen klar zurückgewiesen werden."

Das universitäre Konsortium (geleitet von Univ.-Prof. Ferdinand Eder, Salzburg) unterstreicht: "Ein weitgehender Verzicht auf Zusatzerhebungen, wie er derzeit propagiert wird, hätte zur Folge, dass mit großem Aufwand erhobene Daten nicht sinnvoll ausgewertet und damit wichtige Erkenntnismöglichkeiten für Maßnahmen zur Weiterentwicklung des österreichischen Bildungswesens nicht genützt werden können."

Das Unterrichtsministerium hält fest, dass "anonymisierte Schülerbefragungen Teil der wissenschaftlichen Arbeit sind. Nur über solche Befragungen können Themen wie etwa "Gewalt an der Schule" seriös behandelt werden." Für das Unterrichtsministerium ist es wichtig, "das gemeinsame Vertrauen in die wissenschaftliche Arbeit sicherzustellen. Daher soll die Kommunikation mit allen Beteiligten - insbesondere Schulbehörden und Schulpartner -transparenter gestaltet und verbessert werden."

Der Rückfragehinweis: 
Mag. Robert Allmer Referent für Öffentlichkeitsarbeit Zentrales Management und Services presse@bifie.at phone +43-662-620088-1122