Das Bildungsministerium betont, dass bereits in den vergangenen zwei Wochen im wissenschaftlichen Beirat des BIFIE sowie im Aufsichtsrat des BIFIE - in dem Bildungsministerium, Finanzministerium und Wissenschaftsministerium vertreten sind - klargestellt wurde, dass zukünftig bei allen Bildungsstudien mit anonymisierter Schülerbeteiligung die Einbeziehung der Bundesvertretung der Elternverbände und der Datenschutzkommission sicherzustellen ist. Dieser Vorschlag erfolgte durch das Direktorium des BIFIE und wurde vom wissenschaftlichen Beirat und vom Aufsichtsrat begrüßt. Dieses Vorgehen gilt in Zukunft bei allen Befragungen.
Bei den Zusatzfragen zu den Bildungsstandards ist die Einbeziehung den Eltern bereits erfolgt und es wurde eine gemeinsame Vorgangsweise mit den Eltern festgelegt. Bei den Zusatzfragen zur PISA-Studie gab es bereits vergangene Woche erste Gespräche mit den Elternvertretern, ein Folgetermin auch hinsichtlich der Auswertung der Fragen findet in kürze statt.
Das Bildungsministerium hält fest, dass anonymisierte Schülerbefragungen Teil der wissenschaftlichen Arbeit sind. Nur über solche Befragungen können Themen wie etwa "Gewalt an der Schule" seriös behandelt werden. Allerdings ist klar, dass der Schutz der Anonymität der Schüler sowie eine Einbindung von Elternverbänden und Datenschutzkommission unverzichtbar sind. Durch das festgelegte Vorgehen soll dies in Zukunft noch besser gewährleistet werden.
Wichtig ist, das gemeinsame Vertrauen in die wissenschaftliche Arbeit sicherzustellen. Daher soll die Kommunikation mit allen Beteiligten - insbesondere Schulbehörden und Schulpartner - transparenter gestaltet und verbessert werden. Der Sinn der Befragung und die Mechanismen zur Sicherstellung der Anonymität sollen allen Beteiligten besser vermittelt werden. Nur so können alle Beteiligten von den Resultaten von wissenschaftlichen Studien profitieren.