Frühe sprachliche Förderung im Kindergarten
Im Rahmen der Evaluation der frühen sprachlichen Förderung im Kindergarten werden im Teilprojekt Sprachförd-2-B im November/Dezember 2009 an Volksschulen bei Schulleiterinnen und Schulleitern sowie bei Lehrpersonen der 0. und 1. Schulstufe Einschätzung bezüglich der Maßnahmen der frühen Sprachförderung im Kindergarten erhoben. Dabei soll auch erfasst werden, wie die Zusammenarbeit zwischen Schule und Kindergarten bewertet wird und wie viele Kinder es an den Schulen gibt, die nach Einschätzung der Schule aufgrund mangelnder Sprachkompetenz nicht in der Lage sind, dem Unterricht zu folgen. Weiters wird im Rahmen dieser Erhebung angestrebt, Schulen für die Teilnahme an einer für 2010 geplanten qualitativen Pilotstudie zur Analyse der Bildungslaufbahn und Betreuungssituation von Kindern mit mangelnder Sprachkompetenz zu gewinnen. In dieser qualitativen Studie soll auf Basis von problemzentrierte Interviews mit den Eltern, den ehemaligen Kindergartenpädagoginnen und -pädagogen sowie den Lehrpersonen die bisherigen Maßnahmen der Sprachförderung analysiert werden.
Sprachförderkurse
Ein Projektantrag zur Evaluierung der Sprachförderkurse wurde mit den Projektplanungen für 2010 – 2012 vorgelegt. Darin ist vorgesehen, dass vom BIFIE ein Evaluationskonzept erstellt, die Durchführung des Projekts (Fragebogenentwicklung und -erstellung, Auswertung, Berichtslegung) auf Basis dieses Evaluationskonzepts aber vom BMUKK extern in Auftrag gegeben wird. Das Evaluationskonzept (Stanzel-Tischler, 16. 10. 2009) sieht u.a. für 2009 eine Befragung von Schulleiterinnen/Schulleitern und Lehrpersonen an Volksschulen zu ihren Erfahrungen und Einschätzungen in Verbindung mit den Sprachförderkursen vor.
Gemeinsame Erhebungen
Aus Synergiegründen und um die Belastung für die Schulen möglichst gering zu halten ist geplant, die Erhebungen zu den Sprachförderkursen (600 Volksschulen) gemeinsam mit jenen zum Projekt „Sprachförd-2-B“ (400 Volksschulen) durchzuführen. Für beide Befragungen ist es notwendig Schulen zu wählen, an denen Kinder mit Sprachförderbedarf unterrichtet werden.
- Zielgruppe: Aus allen Bundesländern werden insgesamt rd. 300 Volksschulen, die 2008/2009 einen Sprachförderkurs durchgeführt haben, zufällig ausgewählt, Dazu kommen weitere rd. 300 Volksschulen in regionaler Nähe der „Sprachförderkurs-Schulen“. An diesen Schulen sollen 2008/2009 Schüler/innen mit Sprachförderbedarf unterrichtet, aber keine Sprachförderkurse durchgeführt worden sein. Befragt werden jeweils die/der Schulleiter/in, eine Lehrperson der 1. Klasse, eine Lehrperson der Vorschulklasse (bei gemeinsamer Führung der Klassen der Schuleingangsstufe: zwei Lehrpersonen der Schuleingangsstufe). An den „Sprachförderkurs-Schulen“ weiters die Lehrperson, die den Sprachförderkurs abgehalten hat, und eine weitere Lehrperson, die im laufenden Schuljahr Kinder unterrichtet, die 2008/09 an einem Sprachförderkurs teilgenommen haben.
- Instrumente: Fragebögen zu den Themenbereichen Wahrnehmung bzw. Auswirkungen der frühen Sprachförderung, Erfahrungen mit und Einschätzung von verschiedenen Organisationsformen der Sprachförderkurse
- Zeitraum: November/Dezember 2009
- Information Schulbehörden: Die Schulbehörden bzw. die Schulaufsichtsorgane werden durch das BMUKK (Abt. I/1 und Abt. I/13) über die Erhebung informiert.
- Information Schulen: Eine Vorabinformation der Schulen ist nicht vorgesehen.
- Teilnahmeverpflichtung: Die Mitwirkung der Lehrpersonen an der Erhebung erfolgt auf freiwilliger Basis.
- Datenschutz: In den Befragungen werden ausschließlich indirekt personenbezogene Daten erhoben, die nicht auf eine bestimmte Person durch das BIFIE rückführbar sind. Das BIFIE hält sich streng an die Vorgaben des DSG 2000 und ist an aggregierten Daten und nicht an Einzeldaten von Personen interessiert. Die Teilnahme an der für 2010 geplanten qualitativen Studie beruht auf Freiwilligkeit und es wird die Anonymität aller Beteiligten gewahrt.
- Geplante Berichte: Zum Themenbereich „Frühe sprachliche Förderung im Kindergarten“ ist die Veröffentlichung der Befragungsergebnisse gemeinsam mit den Ergebnissen der qualitativen Studie Ende 2010 als BIFIE-Report vorgesehen. Zum Bereich „Sprachförderkurse“ sieht das Evaluationskonzept einen Bericht an das BMUKK vor.
- Weitere Auskünfte erhalten Sie bei der Projektleiterin Frau Elisabeth Stanzel-Tischler.